Gesamtzahl der registrierten Straftaten
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellte am 20. April 2026 die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 vor. Die Statistik verzeichnete für das Jahr 2025 rund 5,5 Millionen registrierte Straftaten, was einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gleichzeitig sank die Zahl der Tatverdächtigen um 5,9 Prozent auf etwa 2,05 Millionen.
Entwicklung der Gewaltkriminalität
Erstmals seit 2021 ging die Zahl der Gewaltkriminalität im Jahr 2025 leicht zurück (-2,3 Prozent). Auch die Zahl der tatverdächtigen Personen nahm um 2,6 Prozent ab, wobei die Fälle bei jugendlichen Tatverdächtigen (-7,4 Prozent) und bei nichtdeutschen Tatverdächtigen (-7,2 Prozent) besonders stark zurückgingen. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der tatverdächtigen Kinder um 3,3 Prozent. Bei Gewaltkriminalität waren nichtdeutsche Tatverdächtige weiterhin mit 42,9 Prozent überrepräsentiert.
Aussagen des Innenministers
„Entscheidend ist, dass sich Menschen im Alltag sicher fühlen“, betonte Innenminister Dobrindt. Er wies darauf hin, dass der Rückgang der Gewaltkriminalität ein Anfang sei, jedoch kein Grund zur Entwarnung bestünde. Laut seiner Aussage sei ein harter Aktionsplan gegen organisierte Kriminalität, konsequente Abschiebungen von Intensivtätern und klare Gesetze zum Schutz der Polizisten erforderlich.
Zweck der Polizeilichen Kriminalstatistik
Die PKS dient der Beobachtung der Kriminalität und einzelner Deliktsarten. Sie liefert Angaben zur Zahl der Tatverdächtigen und Opfer sowie zu Kennzahlen wie Aufklärungsquote und Häufigkeitszahl. Darüber hinaus bildet sie Veränderungen in der Kriminalitätsentwicklung ab.
Entwicklung der Sexualdelikte
Die Zahl der erfassten Sexualdelikte blieb auf hohem Niveau, wobei Fälle von Vergewaltigung um 9,0 Prozent zunahmen. Seit 2018 sind die Fallzahlen um rund 72 Prozent gestiegen. Die Tatverdächtigen seien zu 98,6 Prozent männlich, wobei der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei 38,5 Prozent konstant blieb. Der Anteil nichtdeutscher Opfer von Vergewaltigung lag bei 22,3 Prozent.
Ergebnisse der Dunkelfeldstudie
Die Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ zeigte, dass das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung grundsätzlich hoch sei. Dennoch fühlten sich rund 45 Prozent der Menschen nachts im öffentlichen Personennahverkehr unsicher. An Bahnhöfen lag das Sicherheitsempfinden bei 27,0 Prozent, auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen bei 40,1 Prozent und in Parks bei 22,8 Prozent.
Ausblick und weitere Maßnahmen
Auf Basis der vorliegenden Zahlen plant die Bundesregierung, die genannten Handlungsfelder weiter zu stärken. Ziel sei, die rückläufigen Tendenzen bei Gewaltkriminalität zu festigen und gleichzeitig die steigenden Sexualdelikte gezielt zu bekämpfen. Die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie sollen dabei helfen, Präventionsmaßnahmen im öffentlichen Raum zu optimieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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