Studienziel
Eine aktuelle Studie von Lenny M. W. Nahar‑van Venrooij und Babette C. van der Zwaard untersucht die Zuverlässigkeit des 22‑Item‑Positive‑Health‑Fragebogens (PH22) in zwei klinischen Stichproben, um die Messgenauigkeit und Anwendbarkeit des Instruments zu prüfen.
Studiendesign und Teilnehmer
Methodisch wurden 360 Patienten aus einem allgemeinen Krankenhaus und 139 Patienten aus einer ambulanten Lifestyle‑Einrichtung mit Übergewicht rekrutiert; 247 bzw. 121 dieser Patienten nahmen am Wiederholungs‑Test teil, wodurch ein Test‑Retest‑Design ermöglicht wurde.
Interne Konsistenz
Die interne Konsistenz zeigte für alle Dimensionen außer der Zukunftsperspektive Cronbach‑α‑Werte über 0,7, was auf eine solide Zuverlässigkeit der meisten Skalen hinweist.
Test‑Retest‑Übereinstimmung
Die Übereinstimmung, gemessen durch den Intraklassen‑Korrelationskoeffizienten (ICC), lag überwiegend über 0,7; die Ausnahme bildete die Dimension Zukunftsperspektive bei der Krankenhaus‑Stichprobe (ICC = 0,63, Messfehler = 2,8 % (7,3 %), kleinste nachweisbare Veränderung = 7,8 % (26 %)).
Modellanpassung
Die Modellanpassung des PH22 wurde mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse geprüft; für die Krankenhaus‑Stichprobe erwiesen sich CFI, RMSEA und SRMR als akzeptabel, während in der Lifestyle‑Stichprobe lediglich der RMSEA‑Wert die Kriterien erfüllte.
Diskriminierende Fähigkeit
Zusätzlich wurde die diskriminierende Fähigkeit des Instruments analysiert: Höhere Bildungsabschlüsse korrelierten mit höheren PH22‑Scores, während chronische Erkrankungen oder intensivere Gesundheitsnutzung mit niedrigeren Scores einhergingen.
Schlussfolgerungen
Die Autoren schließen, dass der PH22 ein zuverlässiges und anwendbares Messinstrument für Positive Health in allgemeinen Krankenhaus‑Patienten ist, weisen jedoch darauf hin, dass die Dimension Zukunftsperspektive in spezifischeren Patientengruppen mit Vorsicht interpretiert werden sollte.
Ausblick
Für zukünftige Forschungen wird empfohlen, die klinische Relevanz und die Interpretation der PH22‑Skalen weiter zu untersuchen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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