Eine retrospektive Analyse von 39.049 Patienten, die zwischen Januar 2010 und Dezember 2019 eine Eierstockkrebs-Operation erhalten haben, ergab 1.288 Fälle von postoperativer Sepsis, was einer Inzidenz von 3,3 % entspricht. Die Untersuchung basierte auf dem Nationwide Inpatient Sample (NIS) und umfasste Patienten im Alter von 18 bis 99 Jahren.
Patientenverlauf und wirtschaftliche Belastung
Patienten mit postoperativer Sepsis wiesen im Vergleich zu Nicht‑Sepsis‑Patienten höhere Krankenhauskosten, längere Verweildauern und eine erhöhte In‑Hospital‑Mortalität auf. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt war signifikant verlängert, was sowohl die klinische Belastung als auch die finanziellen Aufwendungen steigerte.
Präoperative Risikofaktoren
Die multivariable logistische Regression identifizierte mehrere präoperative Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für postoperative Sepsis assoziiert waren, darunter kongestive Herzinsuffizienz, Koagulopathie und das Vorhandensein metastasierter Tumoren. Weitere demografische Einflussgrößen umfassten ein höheres Alter und bestimmte ethnische Zugehörigkeiten.
Postoperative Komplikationen
Postoperative Sepsis korrelierte stark mit zusätzlichen Komplikationen wie Elektrolytstörungen, Harnwegsinfektionen und Thrombozytopenie. Diese Begleiterscheinungen trugen zur Gesamtschwere der Krankheitsverläufe bei und verlängerten die stationäre Behandlung weiter.
Zeitlicher Trend
Die Analyse zeigte über den Beobachtungszeitraum hinweg einen leichten Anstieg der Inzidenz von postoperativer Sepsis nach Eierstockkrebs‑Operationen. Dieser Trend unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Überwachung und Optimierung perioperativer Prozesse.
Implikationen fĂĽr die klinische Praxis
Die Identifikation der genannten Risikofaktoren ermöglicht es Fachkräften, Hochrisikopatienten frühzeitig zu erkennen und präventive Maßnahmen zu verstärken. Eine gezielte Optimierung des perioperativen Managements könnte die Inzidenz von Sepsis reduzieren und die Patientenoutcomes verbessern.
Methodik
Die Studie nutzte den NIS‑Datensatz, der eine repräsentative Stichprobe US‑weiter Krankenhausaufenthalte abbildet. Durch die Kombination von univariaten und multivariaten Analysen konnten unabhängige Prädiktoren für postoperative Sepsis ermittelt werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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