USA: Präsident modifiziert Grand Staircase‑Escalante National Monument
Kerntatsache
Eine neue Präsidialproklamation vom 13. Juli 2026 reduziert das Grand Staircase‑Escalante National Monument in Utah auf etwa 181 541 acre und beschränkt den Schutz auf zwei zusammenhängende Einheiten. Die Maßnahme wird mit dem Ziel begründet, die Reservierung auf die kleinste Fläche zu beschränken, die für den Schutz historischer und wissenschaftlicher Objekte erforderlich ist.
Historischer Kontext
Das Monument wurde 1996 von Präsident Clinton per Proklamation 6920 mit rund 1,7 Millionen acre ausgewiesen. 2017 entfernte Präsident Trump per Proklamation 9682 etwa 860 000 acre. 2021 erweiterte Präsident Biden das Gebiet wieder auf etwa 1,87 Millionen acre, den Stand vor der Kürzung von 2017.
Rechtliche Grundlage
Die Präsidentin beruft sich auf Abschnitt 320301 des Titel 54 des United‑States‑Code, das sogenannte Antiquities‑Act, das dem Präsidenten das Recht einräumt, nationale Denkmäler zu erklären und bei Bedarf Flächen wieder zu entfernen, sofern sie nicht mehr den Schutzkriterien entsprechen.
Begründung der Änderungen
Die aktuelle Proklamation 10286 führe mehrere Mängel auf: Viele benannte Merkmale seien lediglich allgemeine geologische oder landschaftliche Formationen und erfülle nicht die Kriterien eines historischen oder wissenschaftlichen Objekts. Zudem seien einige benannte Ressourcen im gesamten Four‑Corners‑Gebiet verbreitet und damit nicht einzigartig genug für einen monumentalen Schutz. Bereits bestehende Bundesgesetze, etwa das Archaeological Resources Protection Act oder das Endangered Species Act, gewähren vergleichbaren Schutz.
Vorgeschlagene neue Grenzen
Die vorgeschlagene Neugrenze umfasst zwei Einheiten: Das Canyons of the Escalante‑Gebiet mit rund 172 641 acre und das Kaiparowits‑Horizon‑Gebiet mit etwa 8 900 acre. Zusammen ergeben sie die genannte Fläche von 181 541 acre, die nach Angaben der Verwaltung die kleinste für den Schutz notwendige Fläche darstelle.
Wirtschaftliche Aspekte
Der Text betont, dass das Gebiet kritische Mineralien wie Chrom, Kobalt, Kupfer, Eisen, Nickel, Uran und andere enthält, die für die nationale Sicherheit und für Schlüsselindustrien wie Verteidigung, Fertigung und Transport von Bedeutung seien. Durch die Reduzierung der monumentalen Reservierung könne ein besserer Zugang zu diesen Ressourcen ermöglicht werden, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen zu verringern.
Verwaltungsimplikationen
Der Bureau of Land Management (BLM) verwaltet bereits über 800 000 acre des Gebiets als Wilderness‑Study‑Areas. Eine kleinere Monumentalfläche würde die vorhandenen Managementressourcen entlasten und die finanzielle Belastung reduzieren, während gleichzeitig der Schutz der verbleibenden historischen und wissenschaftlichen Objekte gewährleistet bleibt.
Ausblick
Die Neugrenzung soll laut der Proklamation die Anforderungen des Antiquities‑Acts erfüllen und gleichzeitig die Nutzung öffentlicher Flächen im öffentlichen Interesse besser ausbalancieren. Weitere Schritte hängen von der Umsetzung durch das BLM und von möglichen Rückmeldungen der betroffenen Interessengruppen ab.Dieser Bericht basiert auf Informationen von The White House, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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