Ein Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der russischen Regierung und der Republik Nordossetien fand statt, bei dem Präsident der Russischen Föderation und der Regierungschef der Republik, Sergei Menyailo, die aktuelle Lage von Unterstützungsmaßnahmen für Militärpersonal, Teilnehmer der Spezialoperation und deren Familien erörterten.
Wohnungsbau und soziale UnterstĂĽtzung
Die Republik führt derzeit 37 regionale Unterstützungsmaßnahmen durch, wobei der Schwerpunkt auf dem Wohnungsbau liegt. Auf einer Warteliste stehen 967 Personen, darunter 800 Angehörige von im Einsatz gefallenen Soldaten. Die Fundamente für die ersten 100 Häuser wurden bereits gelegt; insgesamt sollen bis zum Frühjahr des nächsten Jahres etwa 150 Häuser übergeben werden.
Ausbildung und Beschäftigung
Im Rahmen des Programms „Valour of Ossetia“ werden qualifizierte Führungskräfte aus den Reihen der Spezialoperation ausgebildet. Die erste Kohorte hat die Ausbildung abgeschlossen, 60 % der Absolventen sind bereits beschäftigt. Die Aufnahme für die zweite Kohorte läuft, und gleichzeitig werden Berater für militärische und patriotische Bildung aus Veteranen hervorgebracht, die künftig an Schulen eingesetzt werden sollen.
Vermisste Personen
Ein gemeinsames Zentrum fĂĽr Vermisste, das zusammen mit dem Verteidigungsministerium betrieben wird, bearbeitet Anfragen aus 74 Regionen, vorwiegend zu Soldaten der 58. Armee mit Hauptsitz in Wladikawkas. Bisher konnten 184 Personen ausfindig gemacht werden; Freiwilligengruppen unterstĂĽtzen die Suche im Einsatzgebiet unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen.
Infrastruktur und Versorgung
Trotz widriger Witterungsbedingungen sind keine größeren Notfälle gemeldet worden. Die Republik arbeitet an der Verbesserung der Wasserversorgung und dem Anschluss von Bergdörfern an das Gasnetz; Gazprom hat bereits 15 km Rohrleitung verlegt. Zudem werden Hochgeschwindigkeits‑Internet und Mobilfunknetze ausgebaut, um die digitale Anbindung zu stärken.
Landwirtschaftliche Lage
Auf Nachfrage von Präsident Putin erklärte Menyailo, dass die Aussaat wegen Regen verzögert wurde, jedoch keine gravierenden Störungen entstanden seien. Im Vorjahr wurden 540 000 Tonnen Getreide geerntet, darunter 161 000 Tonnen Winterfrüchte. Die Aussichten für die diesjährige Ernte werden als nicht schlechter eingeschätzt.
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