Im Kreml fand ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem Premierminister der Slowakischen Republik Robert Fico statt, das im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges abgehalten wurde. Beide Seiten nutzten die Gelegenheit, um die historischen Beziehungen beider Länder zu würdigen und zukünftige Kooperationen zu erörtern.
Teilnehmer auf russischer Seite
Auf russischer Seite nahmen Außenminister Sergej Lawrow, stellvertretender Premierminister Alexander Novak, Präsidialassistent Juri Uschakov, Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen sowie Vorsitzender der zwischenstaatlichen Kommission für Wirtschaft, Wissenschaft und Technik Valeri Falkow und der Generaldirektor des staatlichen Atomenergieunternehmens Rosatom, Alexei Lichatschow, am Gespräch teil.
Erklärung des Präsidenten
Präsident Putin betonte, dass die Bewahrung der historischen Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg und die Rolle der Roten Armee bei der Befreiung Europas von Nazismus „hoch lobenswert“ sei. Er erinnerte an den slowakischen Aufstand vom 29. August 1944 und dankte der slowakischen Führung für die Pflege der Gedenkstätten sowjetischer Soldaten.
Aussagen des Premierministers
Premierminister Fico dankte für die Gastfreundschaft und hob die gemeinsame Geschichte hervor. Er verwies darauf, dass nicht nur die Unterstützung beim slowakischen Aufstand, sondern auch das Opfer von Zehntausenden roter Armee‑Soldaten in slowakischen Gefäßen die Verbundenheit begründe. Er bestätigte, dass die Renovierung des Militärfriedhofs in Michalovce abgeschlossen sei und dass weitere Gedenkstätten gepflegt würden.
Wirtschaftliche Beziehungen
Beide Seiten räumten ein, dass der bilaterale Warenverkehr im vergangenen und laufenden Jahr rückläufig war. Präsident Putin äußerte die Hoffnung, dass das heutige Treffen konkrete Schritte zur Wiederbelebung und zum Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ermögliche.
Energiekooperation
Der Premierminister wies darauf hin, dass die Slowakei erhebliche Mengen an Erdgas über die Turk‑Stream‑Leitung und Öl über die Družba‑Pipeline aus Russland beziehe. Russland signalisierte, alles zu tun, um den Energiebedarf der Slowakei zu decken und die Zusammenarbeit in weiteren Bereichen zu vertiefen.
ZukĂĽnftige Initiativen
Im Gespräch wurden die Wiederaufnahme der Arbeit der zwischenstaatlichen Wirtschaftskommission, die Entsendung neuer Militärattachés nach Moskau und die Intensivierung des Informationsaustauschs zwischen den Botschaften beider Länder thematisiert. Beide Regierungen betonten ihr Interesse an einer pragmatischen und unabhängigen Außenpolitik.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Kreml, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 oder vergleichbare staatliche Open-Data-Lizenz. Hinweis: Internationale Berichterstattung aus staatlichen Quellen.
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