Der Präsident der Vereinigten Staaten hat ein Exekutivmandat erlassen, das die Sicherung der Lieferketten für militärische Materialien und Komponenten zum Ziel hat. Das Dokument verlangt, dass kritische Materialien künftig vorrangig aus inländischer Produktion oder von verbündeten Nationen bezogen werden, um physische, cyber‑ und wirtschaftliche Risiken zu minimieren.
Politische Zielsetzung
Die Anordnung betont, dass die militärische Schlagkraft des Landes erhalten bleiben muss, indem die gesetzlichen Vorgaben des § 10 U.S.C. 4872 konsequent umgesetzt werden. Sie soll die Resilienz der Beschaffung erhöhen und die Abhängigkeit von potenziell feindlichen Quellen reduzieren.
Beschränkung von Ausnahmen
Ab dem 1. Januar 2027 dürfen die Sekretäre der Kriegführung und der Militärabteilungen keine Ausnahmeregelungen mehr nach § 10 U.S.C. 4872(c)(1) erteilen, sofern nicht ein spezielles Verfahren nach Abschnitt 2(b) angewendet wird. Ausnahmen können nur gewährt werden, wenn ein formaler Minderungsplan vorgelegt und von der Behörde akzeptiert wird.
Lieferketten‑Mapping
Innerhalb von 180 Tagen soll das Verteidigungsministerium Richtlinien entwickeln, die alle Auftragnehmer verpflichten, ihre Lieferketten von der Rohstoffbeschaffung bis zum Endprodukt zu kartieren. Die Vorgaben verlangen ein vollständiges Stücklisten‑Verzeichnis und schriftliche Verfahren zur Risikobewertung von Lieferanten, einschließlich finanzieller, fremdeigentümlicher und produktionsbezogener Risiken.
Berichtspflichten
Auftragnehmer müssen nach Abschluss der Risikoanalyse innerhalb von 15 Tagen signifikante Risiken melden und innerhalb von 45 Tagen einen vertraulichen Korrekturplan vorlegen. Der Sekretär wird zudem innerhalb von 180 Tagen eine Übersicht über mögliche Vertragsmaßnahmen bereitstellen, um vorsätzliche Verstöße zu adressieren.
Ausblick
Die Maßnahme sieht vor, dass das Ministerium mithilfe von Künstlicher Intelligenz und anderen Technologien Schwachstellen in den Lieferketten identifiziert, bevor weitere Ausnahmen genehmigt werden. Ziel ist es, die strategische Unabhängigkeit der US‑Streitkräfte zu stärken und langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von White House, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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