USA: Prävalenz und Risikofaktoren des Restless-Leg-Syndroms bei schwangeren Patienten im dritten Trimester in Nord-Wollo, Äthiopien
Kernergebnis
Eine institutionelle Querschnittsstudie mit 422 teilnehmenden Patienten im dritten Trimester ergab eine Prävalenz von 11,61 % für das Restless-Leg-Syndrom (RLS) in einem öffentlichen Krankenhaus der Nord‑Wollo‑Region, Äthiopien, im Zeitraum November 2023 bis Februar 2024.
Methodik
Die Stichprobe wurde mittels systematischer Zufallsauswahl gewonnen. Daten wurden durch ein strukturiertes, vorgetestetes Interview und die Entnahme von Informationen aus den Patientenakten erhoben. Die Erfassung erfolgte mit EPI DATA, die statistische Auswertung mit STATA 16, wobei bi‑ und multivariate logistische Regressionsmodelle zum Einsatz kamen. Ein Signifikanzniveau von p < 0,05 wurde zugrunde gelegt.
Signifikante Assoziationen
Fünf Faktoren zeigten signifikante Zusammenhänge mit RLS: urbaner Wohnort (adjustiertes Odds Ratio 5,781; 95‑%‑KI 1,172–28,501), Gestationsalter von ≥ 37 Wochen (AOR 7,789; 95‑%‑KI 3,027–20,039), Vorgeschichte einer Fehlgeburt (AOR 2,381; 95‑%‑KI 1,081–5,246), Einnahme von Eisensupplementen (AOR 0,267; 95‑%‑KI 0,094–0,754) und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft (AOR 2,289; 95‑%‑KI 1,049–4,995).
Interpretation der Befunde
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass etwa einer von zehn Patienten im dritten Trimester von RLS betroffen ist. Urbanität, fortgeschrittener Gestationsalter und eine frühere Fehlgeburt erhöhen das Risiko, während die Einnahme von Eisen das Risiko signifikant senkt. Alkoholkonsum ist mit einem erhöhten Risiko verbunden.
Empfehlungen für die Praxis
Die Studie legt nahe, dass klinische Fachkräfte RLS systematisch bei Patienten im dritten Trimester screenen sollten. Gleichzeitig sollte auf die konsequente Gabe von Eisensupplementen geachtet und ein Alkoholverzicht während der Schwangerschaft empfohlen werden.
Einschränkungen der Studie
Der Querschnittscharakter verhindert kausale Schlussfolgerungen. Selbstberichtete Angaben können zu Recall‑Bias führen, und die Beschränkung auf ein einzelnes Krankenhaus limitiert die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Regionen.
Einordnung in den Forschungskontext
RLS ist mit gestörtem Schlaf, reduzierter Lebensqualität und potenziell negativen mütterlich‑fötalen Outcomes assoziiert. Bisherige Daten aus Äthiopien waren spärlich; die vorliegende Untersuchung liefert aktuelle Evidenz für die Region.
Ausblick
Zukünftige Forschung sollte longitudinale Designs und mehrere Standorte einbeziehen, um die Generalisierbarkeit zu erhöhen und mögliche Mechanismen genauer zu beleuchten.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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