AbschlussprĂĽfung des Primerspiegels
Während der Prüfung wurde der Spiegel seitlich gestellt und die schützende Haube, die für den Start zusammengefaltet wird, ausgerollt. Anschließend erfolgte eine visuelle Inspektion mit einer hochauflösenden Kamera, die über ein starkes Zoomobjektiv verfügt. Die Techniker bestätigten, dass die Oberfläche frei von Fremdkörpern ist und die Beschichtung intakt bleibt.
Inspektionsverfahren und Ergebnisse
Der Einsatz der Kamera ermöglichte eine mehrzweckige Untersuchung, bei der sowohl die Oberflächenreinheit als auch die Präzision der Ausrichtung geprüft wurden. Das Ergebnis wurde als „mit Bravour bestanden“ bezeichnet, wodurch der Zeitplan für den geplanten Start Anfang September eingehalten werden kann.
Technische Details des Spiegels
Der Primerspiegel misst 2,4 Meter im Durchmesser und ist mit einer Silberschicht von weniger als 400 Nanometern Dicke versehen – etwa 200‑mal dünner als ein menschliches Haar. Die durchschnittliche Rauheit der Oberfläche liegt bei 1,2 Nanometern, womit die Glätte die Missionsanforderungen deutlich übertrifft. Das Glas ist aus ultralow‑expansion‑Material gefertigt, das thermische Verformungen minimiert.
Vergleich mit anderen Weltraumteleskopen
Im Gegensatz zum Hubble‑Teleskop, dessen Spiegel mit Aluminium‑ und Magnesiumfluorid‑Schichten beschichtet ist, nutzt der Roman‑Spiegel Silber, um nah‑infrarotes Licht optimal zu reflektieren. Das James‑Webb‑Teleskop verwendet Gold für seine Infrarot‑Beobachtungen. Diese Materialwahl spiegelt die unterschiedlichen wissenschaftlichen Zielsetzungen wider.
Weiterer Projektverlauf
Nach Abschluss der PrĂĽfung wird das Teleskop in den kommenden Wochen zum Kennedy Space Center in Florida transportiert. Dort erfolgt die Endmontage und der Start. Die NASA rechnet damit, dass das Teleskop nach dem Start innerhalb weniger Monate erste astronomische Daten liefern wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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