Sonstige: Proba‑3‑Mission nach Anomalie wieder voll einsatzfähig
Wiederaufnahme des Flugbetriebs
Die ESA meldet, dass das Koronograf‑Raumschiff der Proba‑3‑Mission und das zugehörige Hauptinstrument ASPIICS wieder vollständig funktionsfähig sind und ab sofort reguläre Formation‑Flüge durchführen können. Damit kann die Mission erneut künstliche Sonnenfinsternisse erzeugen und neue Daten zur Sonnenkorona sammeln.
Erfolgreiche Wiederherstellung nach Kommunikationsverlust
Im Februar fiel die Verbindung zum Koronograf‑Raumschiff aufgrund einer Anomalie aus. Das Team aus Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftlern arbeitete rund um die Uhr, um die Ursache zu beheben, die Software zu patchen und das System zu testen. Nach einem Monat ohne Energie gelang es, das Signal wiederherzustellen und die Systeme schrittweise zu prüfen.
Gesundheitsstatus von Koronograf und ASPIICS
„Letzte Woche haben wir den ersten Formation‑Flight seit der Anomalie durchgeführt und können mit Sicherheit sagen, dass alle Systeme wie vorgesehen arbeiten“, bestätigte Damien Galano, Mission Manager. Der Principal Investigator Andrei Zhukov vom Royal Observatory of Belgium fügte hinzu, dass das ASPIICS‑Instrument gesund und voll funktionsfähig sei.
Erste Ergebnisse nach Wiederaufnahme
Während des jüngsten Formation‑Flights wurden neue Bilder der Korona aufgenommen, die laut den Wissenschaftlern ebenso spektakulär wie die vor dem Vorfall gewonnenen Aufnahmen sind. Erste Analysen deuten darauf hin, dass Strukturen des Sonnenwinds in der inneren Korona drei‑ bis vier‑mal schneller reisen können als bisher angenommen.
Wissenschaftliche Bedeutung
Die neuen Erkenntnisse könnten das Verständnis von Sonnenwind‑Dynamik und deren Einfluss auf das Weltraumwetter erheblich verbessern. „Unsere ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend, und ich freue mich auf die zukünftige Wissenschaft, die Proba‑3 liefern wird“, sagte Zhukov.
Blick in die Zukunft
Nach Abschluss aller System‑Checks plant die ESA, die Routine‑Formation‑Flüge fortzusetzen und weitere Daten für die Forschungsgemeinschaft bereitzustellen. Die Mission soll damit langfristig zur Verbesserung von Vorhersagemodellen für solare Aktivitäten beitragen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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