Ungarn: Psoriasis-Studie
Psoriasis ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die oft mit psychischen Begleiterkrankungen einhergeht. Eine ungarische Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen Kindheitstraumata, frühkindlichen Schemata und psychischer Belastung bei Erwachsenen mit Psoriasis.
Hintergrund
Die Studie wurde von Jutta Major und Kollegen durchgeführt und in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlicht. Sie umfasste 85 Erwachsene mit Psoriasis, 85 Erwachsene mit anderen chronischen Erkrankungen und 85 gesunde Kontrollpersonen.
Methodik
Die Teilnehmer füllten standardisierte Fragebögen aus, um Kindheitstraumata, frühkindliche Schemata und Symptome von Depression, Angst und Stress zu erfassen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Psoriasis-Gruppe im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen höhere Werte für emotionale Entbehrung, unzureichende Selbstkontrolle und emotionale Hemmung aufwies.
Ergebnisse
Die Psoriasis-Patienten berichteten auch über stärkere Depressionssymptome als die gesunden Kontrollpersonen und höhere Angst- und Stresswerte als beide Kontrollgruppen. Obwohl keine zwischen den Gruppen signifikanten Unterschiede in den berichteten Kindheitstraumata auftraten, legen die Ergebnisse nahe, dass Schwierigkeiten in der frühen emotionalen Entwicklung, wie unerfüllte emotionale Bedürfnisse oder subtile Formen von Vernachlässigung, zu einer späteren Verletzlichkeit beigetragen haben könnten.
Schlussfolgerungen
Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Schemata als psychologische Mechanismen, die zur psychischen Belastung bei Psoriasis-Patienten beitragen könnten. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Einbeziehung von Schemata und Emotionsregulationsproblemen in die dermatologische Versorgung von Psoriasis-Patienten zur Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit und der Krankheitsbewältigung beitragen könnte.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0.
