Russland: Putin betont wachsende Bedeutung des Lehrerberufs am Tag des Wissens
Veranstaltung und Rahmen
Am 1. September hielt der Präsident der Russischen Föderation einen Besuch an der Moskauer Staatlichen Pädagogischen Universität ab, wo er Lehrkräfte, angehende Lehrkräfte und Studierende in Lehrerausbildungsgruppen traf. Ziel war es, den bevorstehenden Tag des Wissens zu würdigen und die Bedeutung des Lehrberufs zu unterstreichen.
Bedeutung des Tages des Wissens
Der Präsident erklärte, dass der Tag des Wissens seit langem eine nationale Bedeutung habe, weil er alle Personen berühre, die jemals eine Schule, ein technisches College, ein Institut oder eine Berufsschule besucht hätten. Er betonte, dass sowohl Absolventen, aktuelle Studierende, Lehrkräfte als auch Eltern und Großeltern diesen Tag feiern.
Historischer Kontext der Universität
Die Moskauer Staatliche Pädagogische Universität, die laut Anzeigetafel über 150 Jahre alt sei, sei eine der ältesten Hochschulen ihrer Art in Russland. Sie verfüge über lange Traditionen und sei ein Ort, an dem neue Entwicklungen in der Lehrerausbildung eingeführt würden.
Steigende Attraktivität des Lehrerberufs
Putin wies darauf hin, dass die Attraktivität des Lehrerberufs wachse. An der Universität gebe es sechs bis sieben Bewerber pro Platz, in manchen Fällen sogar neun. Landesweit sei die Zahl der Bewerber ebenfalls gestiegen. Der erforderliche Mindestwert der Einheitlichen Staatlichen Prüfung für die Zulassung zu Lehrerausbildungsprogrammen habe sich von 54‑64 Punkten auf 70 Punkte erhöht.
Executive Order zum Status von Lehrkräften
Der Präsident erinnerte daran, dass er im Juli eine Exekutivanordnung zum Status von Lehrkräften unterzeichnet habe. Diese sei nicht revolutionär, sondern ein gemeinsames Vorhaben des Präsidentenamts, des Ministeriums und der Regierung, um Lehrkräften mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zu gewähren. Dabei sollten auch positive Praktiken aus der Sowjetzeit, etwa der Veteran‑of‑Labour‑Status, wieder berücksichtigt werden.
Geplante Maßnahmen
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen der Exekutivanordnung gehören ein kontinuierlicher Zugang zu Informationsquellen, fortlaufende berufliche Weiterbildung, zusätzliche Lehrerausbildung und weitere Neuerungen, die die Qualität des Unterrichts erhöhen sollen.
Technologie und Lehrkraft
Putin betonte, dass keine moderne Technologie, sei es das Internet oder künstliche Intelligenz, das lebendige Wort eines Lehrers vollständig ersetzen könne. Er verwies darauf, dass trotz historischer Entwicklungen – von der Erfindung des Buchdrucks über das Fernsehen bis hin zum Internet – die Fähigkeit, junge Menschen zu eigenständigem Denken zu befähigen, nach wie vor die zentrale Aufgabe einer Lehrkraft sei.
Ausblick
Der Präsident schloss das Treffen mit dem Hinweis, dass das weitere Vorgehen zur Umsetzung der Exekutivanordnung in enger Abstimmung mit den Lehrkräften und Bildungseinrichtungen erfolgen werde. Dieser Bericht basiert auf Informationen von Kremlin, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 oder vergleichbare staatliche Open-Data-Lizenz. Hinweis: Internationale Berichterstattung aus staatlichen Quellen.
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