Der Präsident der Russischen Föderation hat den Premierminister der Demokratischen Republik Timor-Leste, Kay Rala Xanana Gusmão, in Kasan empfangen. Das Treffen fiel mit den Feierlichkeiten zum 35‑jährigen Jubiläum der Russland‑ASEAN‑Beziehungen zusammen und markierte den ersten Besuch des timor‑lestischen Regierungschefs in Russland.
Jubiläum der Russland‑ASEAN‑Partnerschaft
Im Rahmen des Besuchs wurde das 35‑jährige Bestehen der Beziehungen zwischen Russland und der ASEAN hervorgehoben. Der Präsident gratulierte Timor-Leste zur Vollmitgliedschaft in der ASEAN und betonte die Bedeutung dieses Schrittes für die internationale Stellung des jungen Staates.
Historische und diplomatische Verbindungen
Beide Länder erinnern an die Gründung ihrer diplomatischen Beziehungen im Jahr 1999, dem Jahr der Unabhängigkeitserklärung Timor-Lestes. Russland habe seitdem im Rahmen von UN‑Missionen, dem Welternährungsprogramm und anderen internationalen Hilfsprogrammen aktiv zur Stabilisierung des Landes beigetragen.
Wirtschaftliche Perspektiven
Die Gespräche umfassten mögliche Partnerschaften in den Bereichen Energie, Bergbau und Tourismus. Beide Seiten sahen Potenzial, das bislang eher bescheidene Handelsvolumen zu erhöhen und weitere Investitionen zu fördern.
Kulturelle und humanitäre Zusammenarbeit
Der Präsident bot an, die wissenschaftliche und bildungsbezogene Zusammenarbeit auszubauen, unter anderem durch Stipendien für timor‑lestische Studierende an russischen Hochschulen. Auch die Bereiche Gesundheit, Forschung und Personalschulung wurden als mögliche Felder genannt.
Diplomatische Schritte
Timor-Leste beabsichtige, in naher Zukunft eine Botschaft in Moskau zu eröffnen, während Russland die Möglichkeit prüfe, eine Botschaft in Dili einzurichten. Die Ministerien beider Länder befanden sich bereits in Vorverhandlungen über mehrere bilaterale Abkommen.
Regionale Sicherheitslage
Im Abschluss des Treffens äußerten beide Vertreter Besorgnis über die wachsende Belastung der internationalen Ordnung, insbesondere im Nahen Osten, und betonten die Notwendigkeit eines gemeinsamen Dialogs zur Wahrung der regionalen Stabilität.
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