Der russische Präsident hat eine Botschaft an die Teilnehmenden der Gedenkveranstaltungen zum 111. Jahrestag des armenischen Völkermords gesendet. In der Mitteilung betonte er das Gedenken an die hunderttausenden Opfer und forderte die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsam dafür zu sorgen, dass solche Verbrechen nicht wieder geschehen.
Hintergrund der Gedenkveranstaltungen
Am 24. April wird jährlich an die Ereignisse von 1915 erinnert, bei denen nach Schätzungen mehrere hunderttausend Armenier durch Massaker, Vertreibung und Hunger ums Leben kamen. Die Veranstaltungen finden in vielen Ländern statt und dienen dem kollektiven Gedächtnis sowie der Mahnung gegen ethnische Gewalt.
Inhalt der Präsidentenbotschaft
In seiner Botschaft erklärte der Präsident, dass das russische Staatsoberhaupt die Erinnerung an die Opfer als „eine der schrecklichsten Tragödien des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Er kritisierte den „brutalen Mord an wehrlosen, völlig unschuldigen Menschen“ und verwies auf die verheerenden Folgen von religiösem Hass, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit.
Historische BezĂĽge
Der Präsident verwies auf die gemeinsame Erklärung von Russland, Großbritannien und Frankreich aus dem Mai 1915, die die Gewalt gegen das armenische Volk als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnete. Weiterhin nannte er die Erklärung des russischen Staatsdumas vom 14. April 1995, die das gleiche Thema aufgriff.
Reaktion der internationalen Gemeinschaft
Die Botschaft fordert laut Präsident die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsam MaĂźnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass „solche Barbareien niemals wieder“ auftreten. Bisher hat keine offizielle Reaktion anderer Staaten in dem veröffentlichten Text erwähnt.
Ausblick
Der Präsident betonte, dass die Politik der Massenvernichtung und Deportation aus ethnischen Gründen keine Rechtfertigung habe und dass Russland weiterhin an einer unverrückbaren Haltung festhalte. Die kommenden Jahre könnten weitere diplomatische Initiativen zur Erinnerungskultur und zur Prävention von Völkermorden sehen.
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