Putin trifft armenischen Premierminister Pashinyan in Sankt Petersburg
Russland: Putin trifft armenischen Premierminister Pashinyan in Sankt Petersburg
Kerninformationen zum Treffen
In Sankt Petersburg hielt Präsident Wladimir Putin ein zweitägiges Treffen mit dem Premierminister der Republik Armenien, Nikol Pashinyan, ab. Beide Politiker begrüßten die Zusammenarbeit im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU) und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und betonten die Fortschritte in bilateralen Beziehungen.
Handel und wirtschaftliche Entwicklung
Putin erklärte, dass der bilaterale Warenumsatz im Jahr 2024 die Schwelle von 11 Milliarden US‑Dollar überschritten habe. Im ersten Quartal des laufenden Jahres erreichte er demnach 4,5 Milliarden US‑Dollar. Diese Zahlen wurden von beiden Seiten als Hinweis auf ein wachsendes wirtschaftliches Potenzial gewertet.
Energie‑ und Logistikprojekte
Im Gespräch wurden zukünftige Energiekooperationen, insbesondere im Bereich der Kernenergie, angesprochen, ohne jedoch Details zu nennen. Zudem diskutierten die Staatschefs die Wiederherstellung alter Transportwege und die Schaffung neuer Routen, um die Anbindung Armeniens zu verbessern.
Friedensprozess und regionale Infrastruktur
Pashinyan dankte Putin für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen Armenien und Aserbaidschan. Er verwies darauf, dass seit dem Abschluss der Waffenstillstandsvereinbarung Züge aus Russland nun über aserbaidschanisches Territorium nach Armenien verkehren – ein Ereignis, das er als historisch bezeichnete.
Wiederaufbau von Eisenbahnstrecken
Der armenische Premierminister nannte konkrete Projekte zur Wiederherstellung von Eisenbahnabschnitten in den Regionen Ijevan, Yeraskh und Akhuryan, die Verbindungen nach Aserbaidschan, dem Nakhchivan‑Exklave und der Türkei ermöglichen sollen. Er betonte, dass die politischen Rahmenbedingungen reif seien, um mit vorbereitenden Arbeiten zu beginnen.
Zusammenarbeit mit den USA
Weiterhin berichtete Pashinyan von konstruktiven Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über den Bau der TRIPP‑Straße, ein Infrastrukturprojekt, das seiner Ansicht nach die regionale Vernetzung stärken werde. Beide Seiten sahen darin einen weiteren Schritt zur wirtschaftlichen Integration.
Abschluss und Ausblick
Zum Ende des Treffens dankten Putin und Pashinyan einander für die Gastfreundschaft und die professionelle Organisation der Veranstaltungen. Sie bekräftigten, dass die besprochenen Initiativen weiter vorangetrieben werden und die bilateralen Beziehungen auf einem positiven Kurs bleiben.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Kremlin, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 oder vergleichbare staatliche Open-Data-Lizenz. Hinweis: Internationale Berichterstattung aus staatlichen Quellen.
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