ProjektĂĽberblick
Der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin und der Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung Valery Falkov haben die Entwicklung des Siberian Ring Photon Source (SKIF) in Koltsovo bei Novosibirsk erörtert. Das Gespräch betonte die strategische Bedeutung der Anlage als Teil der nationalen Forschungsinfrastruktur und als Magnet für junge Forscher aus dem In- und Ausland.
Grundlagen wissenschaftlicher Entwicklung
Falkov stellte drei zentrale Pfeiler vor: qualifizierte Fachkräfte, innovative Ideen und leistungsfähige Infrastruktur. Er betonte, dass die aktuelle Phase der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung besonders von einer modernen Infrastruktur abhänge.
Technische Merkmale
SKIF umfasst 34 Bauwerke mit einer Gesamtfläche von fast 87 000 m² und einer bereits entwickelten Fläche von 30 Ha. Die Anlage gehört zur Generation 4+ und erreicht einen Strahlengang‑Durchmesser von 72 pm, womit sie im internationalen Vergleich zu neueren Anlagen wie dem brasilianischen Sirius‑Synchrotron (250 pm) deutlich überlegen ist. Sie zählt zu den modernsten 3 GeV‑Klassen‑Synchrotrons weltweit.
Nationale Beteiligung
Die Bau‑ und Entwicklungsarbeiten werden von führenden russischen Instituten getragen, darunter das Budker‑Institut für Kernphysik, das Boreskov‑Institut für Katalyse, das Kurchatov‑Institut sowie die Tomsker Polytechnische Universität, das Institut für Hochstrom‑Elektronik in Tomsk, das Lavrentjew‑Institut für Hydrodynamik und das Institut für Wissenschaftliche Instrumententechnik. Mehr als 1 500 Verträge wurden abgeschlossen, und die meisten experimentellen Stationen wurden vollständig im Inland gefertigt.
Internationale Zusammenarbeit und Eigenständigkeit
Ursprüngliche Vertragsverhältnisse mit Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich, Japan, Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern wurden beendet. Infolge dessen wurden rund 30 kritische Komponenten eigenständig produziert, wodurch neue technologische Kompetenzen entstanden sind. Diese Eigenständigkeit wird als wichtiger Schritt zur Stärkung der nationalen Forschungs‑ und Industriekooperation bewertet.
ZukĂĽnftige Perspektiven
Der Minister verwies auf das Executive Order von 2019 und das Sonderprogramm von 2020, das die Finanzierung und den Start der Planungsarbeiten im frühen 2020 ermöglichte. Der Bau verlief schneller als bei vergleichbaren Projekten, und die Möglichkeit besteht, die Anzahl der experimentellen Stationen von derzeit sieben auf bis zu 30 auszuweiten. Das Projekt soll weiterhin als Grundlage für weitere Großforschungsinitiativen dienen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Kremlin, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 oder vergleichbare staatliche Open-Data-Lizenz. Hinweis: Internationale Berichterstattung aus staatlichen Quellen.
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