Die Europäische Union hat am 4. Juni 2026 den Beschluss gefasst, Verhandlungen mit den sechs Partnern des Westbalkans aufzunehmen, um das Roam Like at Home‑Gebiet (RLAH) auf deren Hoheitsgebiete auszudehnen. Ziel ist es, den freien Grenzverkehr für Mobilfunkdienste innerhalb des erweiterten Raums zu ermöglichen.
Hintergrund
Das Roam Like at Home‑Regime erlaubt Bürgern, ihre Mobilfunkdienste in allen teilnehmenden Mitgliedstaaten zu den inländischen Konditionen zu nutzen. Bisher umfasst das Abkommen alle EU‑Mitgliedstaaten sowie einige assoziierte Länder.
Beteiligte Länder
Die Verhandlungen richten sich an Albanien, Bosnien‑und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Diese Staaten gelten als offizielle Partner im Westbalkan‑Verfahren der Union.
Ziele des Programms
Durch die Integration in das RLAH‑System sollen die Mobilfunkkosten für Bürger reduziert und die digitale Vernetzung im Westbalkan gestärkt werden. Die Maßnahme unterstützt zudem die Annäherung an EU‑Standards im Telekommunikationssektor.
Nächste Schritte
Der Rat hat die Eröffnung formeller Gespräche beauftragt, die voraussichtlich im Laufe des Jahres beginnen. Nach Abschluss der Verhandlungen ist ein Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates vorgesehen, um die rechtlichen Grundlagen zu schaffen.
Reaktionen
Vertreter der betroffenen Partner betonten die Bedeutung des Vorhabens für die wirtschaftliche Entwicklung und die Mobilität ihrer Bürger. Die Europäische Kommission hat angekündigt, technische Unterstützung und mögliche Fördermittel bereitzustellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Rat der Europäischen Union, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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