Satellitenbild und erste Beobachtungen
Am 2. August 2026 erfasste der MODIS‑Sensor der NASA‑Satelliten‑Mission Terra ein Bild, das dichte Rauchschwaden über dem östlichen Teil des US‑Bundesstaates Washington zeigte. Die Wolken entstanden durch mehrere gleichzeitig brennende Waldbrände, deren Ausdehnung sich bis nach Idaho, Montana und in kanadische Provinzen erstreckte.
Der Little‑Giant‑Brand
Westlich von Chelan wütete der seit dem 15. Juli durch Blitzschlag ausgelöste Little‑Giant‑Brand. Mit einer Fläche von mehr als 38.500 Acres (15.600 Hektar) war er zu diesem Zeitpunkt zu null Prozent eingedämmt. Starke Winde trieben die Flammen nach Osten bis an den See Chelan, wobei Funken sogar die gegenüberliegende Uferseite erreichten. Laut dem U.S. Interagency Wildland Fire Air Quality Response Program erwartete man ungesunde bis sehr ungesunde Luftqualität für das Gebiet östlich von Chelan sowie ungesunde Bedingungen für Leavenworth und Wenatchee.
Brände im Spokane‑Gebiet
Im Raum Spokane kombinierten sich mehrere kleinere Feuer – namentlich Old Trails, Fairview und Autumn Lane – zu einer größeren Brandlage. Bis zum 2. August hatten sie rund 5.400 Acres (2.200 Hektar) verbrannt; bis zum Morgen des 3. August stieg die betroffene Fläche auf über 8.000 Acres. Mindestens 600 Gebäude wurden dabei beschädigt oder zerstört, und in Teilen des Spokane‑ und Stevens‑Countys wurden zwingende Evakuierungsanordnungen erlassen.
Luftqualitätsbelastung
Die kombinierte Rauchentwicklung führte zu sehr ungesunden Luftqualitätswerten in den betroffenen Landkreisen. Besonders betroffen waren die Gebiete rund um Chelan, Leavenworth, Wenatchee sowie weite Teile des Spokane‑ und Stevens‑Countys, wo die Belastung als sehr ungesund eingestuft wurde.
Hintergrund des Brandsaison
Ein anhaltender Dürrezustand, ausgelöst durch einen warmen Winter und geringe Schneedecke, bereitete die Vegetation für großflächige Brände vor. Bis Anfang August waren seit Jahresbeginn über 1.000 Feuer registriert, die zusammen etwa 425.000 Acres verbrannten – die höchste Zahl seit 2021. Zwölf Großbrände, die zusammen mehr als 200.000 Acres betrafen, blieben aktiv.
Reaktionen von Behörden und NASA
Am 31. Juli gab der National Weather Service den ersten „particularly dangerous situation“-Alarm für Washington heraus, ein Hinweis auf besonders schwere Brandbedingungen. Der Gouverneur des Bundesstaates erklärte daraufhin den landesweiten Notstand und verhängte ein generelles Brennverbot. Zusätzlich unterstützte das NASA Disasters Program die Einsatzkräfte, indem es aktuelle Karten und Daten über ein offenes Portal bereitstellte.Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA Earth Observatory, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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