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AI GENERATED 03.01.2026 • 11:47 Wissenschaft & Forschung

Raumkonfiguration von Gärten beeinflusst Touristenverhalten – Systematischer Review

Eine systematische Übersicht, veröffentlicht in PLOS ONE, analysiert den Einfluss der räumlichen Anordnung von Gärten auf das Verhalten von Touristen. Die Untersuchung berücksichtigt Arbeiten aus dem Jahr 2015, wählt anhand klar definierter Kriterien 16 hochwertige empirische Studien aus und nutzt das Analyseverfahren Space Syntax, um Zusammenhänge zwischen räumlicher Struktur und Besucherbewegungen zu quantifizieren.

Methodik

Die Autoren führten eine Literaturrecherche in den Datenbanken Web of Science, Scopus, JSTOR und ScienceDirect durch und folgten dabei den PRISMA‑2020‑Richtlinien. Eingeschlossen wurden Studien, die zwischen 2015 und 2015 veröffentlicht wurden, explizite Messungen der räumlichen Konfiguration (z. B. Integration, Konnektivität, Tiefe) sowie Verhaltensdaten von Gartenbesuchern lieferten. Ausschlusskriterien betrafen Arbeiten ohne empirische Datengrundlage oder solche, die nicht im Kontext von öffentlichen Gärten standen.

Zentrale Ergebnisse

Die Analyse zeigt, dass die Kennzahlen Integration, Konnektivität und Tiefe signifikante Prädiktoren für die Pfadauswahl, Aufenthaltsorte und räumlichen Präferenzen von Touristen darstellen. Hohe Integration korreliert dabei mit häufig frequentierten Wegen, während starke Konnektivität mit einer größeren Vielfalt an besuchten Bereichen einhergeht. Die Tiefe, als Maß für die Entfernung zum zentralen Raum, beeinflusst die Aufenthaltsdauer in peripheren Zonen.

Vermittlungsfaktoren

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die räumliche Struktur nicht allein das Verhalten bestimmt. Besucherwahrnehmungen – insbesondere ästhetische Vorlieben, kulturelle Kognition und das Sicherheitsgefühl – vermitteln den Einfluss der räumlichen Anordnung. Diese Faktoren wurden in den untersuchten Studien wiederholt als entscheidende Zwischenschritte identifiziert.

Entwickeltes Rahmenmodell

Auf Basis der Befunde schlagen die Autoren das „Structure‑Perception‑Behavior‑Modell“ (SPB‑Modell) vor. Es verknüpft die räumliche Struktur (Structure) mit den Besucherwahrnehmungen (Perception) und leitet daraus das beobachtete Verhalten (Behavior) ab. Das Modell bietet einen theoretischen Rahmen, um zukünftige Untersuchungen zu planen und gezielte Gestaltungsmaßnahmen abzuleiten.

Anwendungen für die Praxis

Für Landschaftsarchitekten und Planer liefert das SPB‑Modell praxisnahe Leitlinien: Durch gezielte Optimierung von Integrations- und Konnektivitätswerten können Besucherströme gesteuert, Aufenthaltsqualität erhöht und Sicherheitsaspekte verbessert werden. Ästhetische und kulturelle Elemente sollten dabei bewusst in die räumliche Gestaltung integriert werden, um positive Wahrnehmungen zu fördern.

Ausblick

Die Autoren betonen, dass weitere Forschung nötig sei, um langfristige Verhaltensmuster zu erfassen und den Einfluss unterschiedlicher Kulturräume zu prüfen. Ergänzende Messungen von emotionalen Zuständen und erweiterten räumlichen Metriken könnten das SPB‑Modell weiter verfeinern.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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