Red Hat Quay ist von mehreren Schwachstellen betroffen, die einem entfernten authentifizierten Angreifer die Ausführung beliebigen Programmcodes und die Durchführung von serverseitigen Request-Forgery-Angriffen (SSRF) erlauben. Die Schwachstellen wurden im Rahmen des Sicherheitsadvisors WID-SEC-2026-1856 des CERT-Bund öffentlich gemacht.
Betroffene Komponenten
Die betroffenen Komponenten umfassen die Container‑Registry‑Software von Red Hat, die in vielen Unternehmensumgebungen zur Speicherung und Verteilung von Container‑Images eingesetzt wird. Durch die Authentifizierung kann ein Angreifer, der bereits über gültige Zugangsdaten verfügt, gezielt manipulierte Anfragen an interne Dienste senden.
Technische Auswirkungen
Technisch ermöglichen die Schwachstellen die Ausführung von Befehlen im Kontext des betroffenen Systems. Dies kann dazu führen, dass Schadcode auf dem Server installiert wird, was wiederum die Integrität und Verfügbarkeit der Registry gefährdet.
Serverseitige Request‑Forgery
Zusätzlich erlaubt die SSRF‑Funktionalität dem Angreifer, HTTP‑Anfragen an interne Netze zu richten, die normalerweise nicht von außen erreichbar sind. Dadurch können weitere Systeme im Netzwerk erkundet oder kompromittiert werden.
Patch und Aktualisierung
Red Hat hat bereits einen Patch veröffentlicht, der die beschriebenen Lücken schließt. Der Advisory empfiehlt allen Betreibern, die Aktualisierung umgehend zu implementieren und betroffene Systeme zu prüfen.
Empfohlene GegenmaĂźnahmen
Als Gegenmaßnahme rät das CERT‑Bund, neben der Installation des Patches, die Überprüfung von Zugriffsrechten und die Einschränkung von Netzwerkverbindungen für die Registry zu verstärken. Auch das Monitoring von ungewöhnlichem Netzwerkverkehr wird empfohlen. Nutzer, die keine sofortige Aktualisierung durchführen können, sollten temporäre Schutzmaßnahmen wie das Blockieren von ausgehenden Verbindungen aus der Registry und die Nutzung von Netzwerksegmentierung in Betracht ziehen.
Kommunikation des CERT‑Bund
Die Veröffentlichung des Advisories erfolgt im Rahmen der regulären Sicherheitskommunikation des CERT‑Bund, um Unternehmen und Behörden frühzeitig über potenzielle Risiken zu informieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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