Ein Angreifer kann über das Internet eine Schwachstelle im Web‑Server‑Framework Red Hat Undertow ausnutzen, um einen Denial‑of‑Service‑Angriff zu initiieren. Die Ausnutzung führt dazu, dass betroffene Dienste nicht mehr reagieren und die Verfügbarkeit von Anwendungen stark eingeschränkt wird. Die Information stammt aus dem Sicherheits advisory WID‑SEC‑2026‑3059 des CERT‑Bund.
Technische Details
Die Lücke betrifft die Verarbeitung bestimmter HTTP‑Anfragen, bei denen interne Ressourcen blockiert werden. Durch das Senden speziell formatierter Anfragen kann ein Angreifer Threads in den Worker‑Pools dauerhaft belegen, sodass weitere Anfragen nicht mehr bearbeitet werden können.
Betroffene Systeme
Alle Server, die Undertow in einer produktiven Umgebung einsetzen, sind potenziell gefährdet. Dazu zählen insbesondere Java‑Anwendungen, die auf JBoss‑EAP oder WildFly basieren, da diese Plattformen Undertow als Standard‑Web‑Container nutzen.
Empfohlene Gegenmaßnahmen
Red Hat rät dazu, die aktuelle Sicherheitspatch‑Version zu installieren und, falls ein Update nicht sofort möglich ist, die betroffenen Konfigurationsparameter zu deaktivieren. Zusätzlich sollten Netzwerk‑Firewalls so konfiguriert werden, dass verdächtige Anfragemuster blockiert werden.
Veröffentlichung und Kontext
Die Meldung wurde im Jahr 2026 vom CERT‑Bund veröffentlicht. Sie reiht sich ein in eine Reihe von Schwachstellen, die in Java‑Web‑Servern entdeckt wurden und die Notwendigkeit regelmäßiger Sicherheits‑Updates unterstreichen.
Handlungsempfehlungen für Betreiber
Betreiber sollten ihre Log‑Dateien auf ungewöhnliche Zugriffsmuster prüfen, automatisierte Erkennungs‑ und Abwehrmechanismen einsetzen und die System‑ und Anwendungs‑Versionen zeitnah aktualisieren, um das Risiko einer erfolgreichen Ausnutzung zu minimieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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