Ergebnis der Rentenkommission
In einem Interview für die Wochenzeitung „Das Parlament“ vom 25. Juli 2026 bewertet der CDU‑Abgeordnete Pascal Reddig die Arbeit der Rentenkommission als Erfolg. Er betont, dass durch den erzeugten Druck in der Debatte ein deutlich schnelleres und qualitativ gutes Ergebnis erzielt worden sei.
Beitragssatzentwicklung
Reddig erklärt, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2028 steigen werde, jedoch in den 2030er‑Jahren durch einen Maßnahmenmix stabilisiert oder sogar gesenkt werden könne. Diese Entwicklung solle eine Trendwende im Rentensystem bewirken.
Integration von Minijobs
Die Kommission habe vorgeschlagen, Minijobs in die reguläre Sozialversicherung zu integrieren. Gegenstand heftiger Proteste seien insbesondere die Gastronomie und der Handel. Reddig betont, dass es nicht um die Abschaffung von Minijobs gehe, sondern um eine bessere Absicherung von Minijob‑Beschäftigten und Selbstständigen im Alter.
„Schwedenrente“ als neue Säule
Als zentrale Neuerung befürwortet Reddig die sogenannte „Schwedenrente“, ein kapitalgedecktes Modell innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung. Er beschreibt es als einfacher umzusetzen als eine verpflichtende Betriebsrente und als Mittel, das Rentenniveau mittelfristig zu erhöhen.
Politische Kompromisse
Der Abgeordnete weist darauf hin, dass Union und SPD Positionen räumen mussten, um ein ausgewogenes Konzept zu erreichen. Laut Reddig könne sich eine breite Mitte der Bevölkerung hinter dem Vorschlag versammeln, sofern keine Einzelbausteine herausgelöst würden, weil dies die Statik des Gesamtkonzepts gefährde.
Anpassungen im Renteneintrittsalter
Die Reform sehe vor, die Rente mit 63 abzuschaffen, die Lebensarbeitszeit moderat zu verlängern und die Rente mit 70 erst zum Ende des Jahrhunderts einzuführen, wenn die Lebenserwartung weiter steigt. Zusätzlich sollen demografische Dämpfungsfaktoren wieder eingeführt werden.
Bundes‑ und Länderkoordination
Reddig betont, dass die meisten Rentengesetze nicht zustimmungspflichtig seien, jedoch die Einbindung der Länder wichtig sei. Positive Rückmeldungen aus den Ländern würden die Umsetzung unterstützen, solange keine „Rosinenpickerei“ bei den Maßnahmen stattfindet.
Ausblick auf das parlamentarische Verfahren
Der endgültige Beschluss liege beim Bundestag. Reddig fordert eine praxistaugliche Lösung, die alle Bausteine – Beitragssatz, Renteneintritt, Rentenniveau und Ausgaben – in ihrer Wechselwirkung berücksichtigt, um die langfristige Finanzierbarkeit des Rentensystems zu sichern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Uebertragung