Der Electronic Frontier Foundation zufolge bietet das seit 1999 verfügbare RSS‑Protokoll eine Möglichkeit, Inhalte zu beziehen, ohne auf die von Plattformen gesteuerten Algorithmen angewiesen zu sein. Nutzer können damit Nachrichten, Blogs, Podcasts und weitere Publikationen eigenständig zusammenstellen.
Entstehung und Entwicklung von RSS
RSS wurde 1999 eingeführt und erlangte durch den Google Reader zwischen 2005 und 2013 breite Bekanntheit. Trotz des Abschusses dieses Dienstes blieb das Format erhalten und wurde durch zahlreiche Ersatz‑Reader weitergeführt.
Funktionsweise von RSS
Websites veröffentlichen neue Beiträge in einem RSS‑Feed. Der gewählte RSS‑Reader ruft diese Feeds ab und stellt die Inhalte chronologisch dar. Ähnlich wie bei Podcast‑Apps wird damit ein internetweiter „Folgen‑Button“ realisiert.
Auswahl und Nutzung von RSS‑Readern
Es gibt zahlreiche Reader, darunter webbasierte Angebote wie Feedly, NewsBlur oder The Old Reader sowie Desktop‑Programme wie NetNewsWire. Alle unterstützen den Import und Export von Feed‑Listen, sodass ein Wechsel des Readers in wenigen Minuten möglich ist.
Vorteile fĂĽr Nachrichtenkonsum
Laut der Electronic Frontier Foundation kann RSS das Lesen von Nachrichten vereinfachen, zuverlässiger und privater machen, weil keine personalisierten Algorithmen die Auswahl beeinflussen. Viele Nachrichtenportale – etwa CNN, The New York Times, BBC, Wired oder Politico – stellen eigene Feeds bereit, teilweise mit Volltext.
RSS und soziale Netzwerke
Dezentrale Plattformen wie Mastodon, Bluesky oder Threads stellen ihre Beiträge ebenfalls über RSS bereit, sodass Nutzer Inhalte verfolgen können, ohne ein Konto zu besitzen. Traditionelle Netzwerke wie YouTube, Reddit oder Tumblr unterstützen ebenfalls RSS, während Facebook, LinkedIn und Instagram Inhalte hinter geschlossenen Zugängen verbergen.
Weitere Anwendungsbereiche
RSS‑Feeds finden sich überraschend häufig, etwa in Online‑Shops wie Big Cartel, bei Google‑Alerts oder auf Regierungsseiten, einschließlich vieler US‑Behörden. Fehlende Feeds lassen sich mit Tools wie RSSHub, RSS‑Bridge oder RSS.app ergänzen.
Zukunft des offenen Webs
Die Electronic Frontier Foundation betont, dass RSS ein Beispiel für ein offenes Web‑Protokoll ist, das Nutzern Kontrolle über ihre Informationsquellen zurückgibt. Die anhaltende Weiterentwicklung und die Integration in neue Dienste zeigen, dass offene Standards weiterhin eine zentrale Rolle im digitalen Ökosystem spielen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Electronic Frontier Foundation, lizenziert unter Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY 4.0). Offene journalistische Inhalte.
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