In der Nacht zum 8. Januar griffen russische Streitkräfte Kyiv sowie weitere ukrainische Städte mit Hunderten von Drohnen und mehreren Raketen an. Laut Medienberichten wurde dabei ein Raketentyp eingesetzt, der theoretisch nukleare Sprengköpfe transportieren könne.
Opferzahlen und Sachschäden
Mindestens vier Menschen kamen in Kyiv ums Leben, rund 25 weitere wurden verletzt. Tausende von Wohngebäuden blieben ohne Heizung, Wasser und Strom, was die Lage in der kalten Jahreszeit weiter verschärfte.
Auswirkungen auf das Gesundheitswesen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte per Tweet, dass ein Sanitäter, der im Einsatz war, zu den Opfern zählte. Insgesamt wurden vier Gesundheitsarbeiter verletzt und drei Rettungswagen beschädigt.
UNICEF meldet Verletzungen von Kindern
UNICEF berichtete, dass drei Kinder bei dem Angriff verletzt wurden. Die Organisation betonte, dass Millionen Menschen ohne Heizung, Wasser und Strom seien und dass sie die Energieinfrastruktur weiter verstärke, um Reparaturen zu ermöglichen und kritische Dienste für Kinder und Familien aufrechtzuerhalten.
Humanitäre Soforthilfe vor Ort
Das UN-Büro für Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) twitterte, dass Hilfsarbeiter in Kryyvi Rih warme Mahlzeiten verteilten und Baumaterialien für beschädigte Wohnungen bereitstellten.
UNHCR spricht von anhaltendem Trend
Elisabeth Arnsdorf Haslund, Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), bezeichnete die Angriffe als Fortsetzung eines seit mehreren Monaten intensiven Musters russischer Angriffe auf die Ukraine. Sie betonte, dass die Kombination aus Krieg, schweren Angriffen, Winterbedingungen und gezielten Angriffen auf die Energieinfrastruktur die humanitäre Lage „extrem ernst“ mache.
Breitere humanitäre Lage und Appell
Seit Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 haben laut UN über 50.000 Zivilisten ihr Leben verloren oder wurden verletzt, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich höher liegt. WHO dokumentierte in diesem Jahr bereits neun Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, bei denen zwei Menschen starben und elf verletzt wurden.
UNICEF‑Appeal und Unterstützung für Familien
UNICEF betreibe seit Beginn des Konflikts Hilfsprogramme, die Heizung, Brennstoff, Winterkleidung und Decken für Kinder, die Wiederherstellung von Schulunterkünften und den Zugang zu sicherem Wasser umfassen. Im vergangenen Monat startete die Organisation einen Hilfsaufruf in Höhe von 350 Millionen US‑Dollar, um 4,3 Millionen Menschen, darunter 725 000 Kinder, zu unterstützen.
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