Russland: Russische Regierung kündigt Steuererleichterungen und Ausbau von Kinderfreizeiteinrichtungen an
Eine Videokonferenz der russischen Regierung behandelte mehrere Maßnahmen zur Stärkung von Investitionen und zur Unterstützung von Familien mit Kindern. Im Mittelpunkt standen steuerliche Erleichterungen, der Ausbau von Kinderfreizeiteinrichtungen und Sicherheitsaspekte im Bildungssektor.
Steuerliche Entlastung für Familien
Präsident Putin erklärte, dass die Einkommensteuer für arbeitende Eltern mit zwei oder mehr Kindern und niedrigem Pro‑Kopf‑Einkommen auf 6 Prozent gesenkt wird. Die Regelung gilt ab dem 1. Juni, Anträge können über den Sozialfonds gestellt werden. Laut Angaben des Präsidenten haben bereits rund 1,5 Millionen Personen einen Antrag auf Rückerstattung der im Vorjahr gezahlten Einkommensteuer gestellt.
Ausbau von Kinderfreizeiteinrichtungen
Bildungsminister Sergei Kravtsov berichtete über die Eröffnung neuer und die Modernisierung bestehender Kinderfreizeiteinrichtungen in den Regionen, darunter neue Camps im Krasnodar‑Gebiet und in der Region Lipetsk. Seit 2022 läuft ein föderales Projekt zur umfassenden Modernisierung von Kinderlagern und Gesundheitszentren.
Statistische Übersicht
In diesem Sommer sollen über 5,75 Millionen Kinder die Möglichkeit erhalten, ihre Ferien in Freizeitzentren und Gesundheitszentren zu verbringen. Seit 2023 wurden 136 Einrichtungen renoviert und 336 neue gebaut, wodurch 160 000 neue Plätze für Freizeit, Lernen und Erholung geschaffen wurden.
Zukünftige Ziele
Die Regierung plant, bis zum Jahr 2030 mehr als 200 000 zusätzliche Plätze für Kinderfreizeit und Gesundheitsförderung zu schaffen. Gleichzeitig wird die Beteiligung von Unternehmen an diesen sozial bedeutsamen Projekten gefördert.
Sicherheitsmaßnahmen
Präsident Putin wies darauf hin, dass terroristische Anschläge, wie der Angriff auf das Studentwohnheim des pädagogischen Kollegs in Starobelsk, die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsvorkehrungen in Bildungseinrichtungen und sozialen Infrastrukturen verdeutlichen. Er forderte die Sonderdienste und die Strafverfolgungsbehörden auf, unverzüglich entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Kritik an ausländischen Sanktionen
In seiner Rede kritisierte Putin, dass „die Sponsoren des Kiew‑Regimes“ und „europäische Herrschereliten“ Sanktionen gegen Organisationen verhängen, in denen Kinder ihre Sommerferien verbringen. Er bezeichnete diese Maßnahmen als unsinnig und absurd.
Internationale Besucher
Laut Angaben besuchen Kinder aus anderen Ländern die russischen Kinderfreizeiteinrichtungen und profitieren von den dort angebotenen Aktivitäten.
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