Eine aktuelle Untersuchung von Martina Pérez Serrano, José Manuel Lorenzo, Roberto Bermúdet und weiteren Forschern analysierte, wie die Jagdzeit im Jahresverlauf die Qualität des Longissimus thoracis et lumborum bei erwachsenen männlichen Rotwild beeinflusst.
Methodik und Stichprobe
Insgesamt wurden 32 erwachsene männliche Rotwildtiere unter minimalem Stress gefangen. Die Jagdmonate umfassten September, Januar, April und Juni, wodurch saisonale Unterschiede in Ernährung und physiologischem Bedarf erfasst werden konnten.
Körperliche Merkmale
Die Ergebnisse zeigten, dass das Tiergewicht und der Schlachtkörperertrag im September am höchsten waren, während die niedrigsten Werte im Januar und Juni gemessen wurden (p < 0.001).
Intramuskulärer Fettgehalt
Der intramuskuläre Fettanteil war ebenfalls im September am größten und unterschied sich signifikant von den Werten im April (p < 0.05).
pH‑Wert, Zähigkeit und Fettsäureprofil
Weitere saisonale Effekte betrafen den pH‑Wert nach 72 Stunden, die Zähigkeit des Fleisches sowie das Fettsäureprofil; alle Unterschiede waren statistisch signifikant (p < 0.05).
Mineralstoffzusammensetzung
Die Mineralstoffanalyse offenbarte ein charakteristisches Muster: Calcium und Magnesium waren im April erhöht, während Eisen und Zink im April und Juni reduziert waren, was auf eine stärkere Bindung an das Skelett während des Geweihwachstums hindeutet.
Interpretation der Befunde
Die Autoren schließen, dass sowohl die Jahreszeit als auch der Aufwand für das Geweihwachstum die Fleischqualität und -zusammensetzung bei wildlebendem Rotwild maßgeblich bestimmen.
Bedeutung fĂĽr die Jagdwirtschaft
Die Studie liefert neue Erkenntnisse für die Ernährungsökologie und die Bewertung von Wildbret, indem sie aufzeigt, welche Jahreszeiten optimale Fleischqualität bieten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access).
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