USA: SARS‑CoV‑2‑Infektion löst eosinophil‑assoziierte Immunantworten im Darm von K18‑hACE2‑Mäusen aus
In einer kürzlich veröffentlichten Studie von Shun Tamaki, Rei Kawashima und Kolleg:innen wurde untersucht, welche intestinalen Immunreaktionen bei SARS‑CoV‑2‑infizierten K18‑hACE2‑Transgenmäusen auftreten. Die Analyse konzentrierte sich auf das Dünndarmgewebe und identifizierte eine ausgeprägte Aktivierung eosinophiler Signalwege.
Methodik
Die Forscher nutzten PCR‑Arrays für Zytokine und Chemokine, quantitative RT‑PCR, Immunhistochemie sowie histologische Färbungen, um molekulare und zelluläre Veränderungen im Darmgewebe zu quantifizieren.
Eosinophilen‑Aktivierung
Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Hochregulierung von Il5‑mRNA sowie der eosinophil‑bezogenen Chemokine Ccl24 und Ccl11. Diese Moleküle gelten als zentrale Treiber für die Rekrutierung und Aktivierung von Eosinophilen.
Histologische Befunde
Im Lamina‑propria‑Bereich des Dünndarms sammelten sich Eosinophile an, begleitet von erhöhten Signalen für granula‑assoziierte Proteine wie Major‑Basic‑Protein und Eosinophil‑Peroxidase. Zusätzlich wurden Charcot‑Leyden‑Kristalle und eine gesteigerte Expression von Galectin‑10 nachgewiesen.
Temporaler Verlauf
Die zeitliche Analyse offenbarte zunächst eine akute Il5‑/Ccl24‑Response, gefolgt von einer verzögerten Ccl11‑Aufregulierung in späteren Krankheitsphasen.
Schlussfolgerungen
Die Untersuchung bestätigt, dass eine SARS‑CoV‑2‑Infektion eosinophil‑assoziierte Immunantworten im Darm von K18‑hACE2‑Mäusen auslöst. Obwohl ein direkter Zusammenhang mit allergischen Prozessen nicht nachgewiesen wurde, liefert die Beobachtung ein potenzielles Gerüst zum Verständnis von allergie‑ähnlichen Immunveränderungen während einer COVID‑19‑Erkrankung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Public Library of Science (PLOS), lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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