Ein Satellitenbild der Erde, aufgenommen von Copernicus Sentinel‑2 und von der ESA verarbeitet, verdeutlicht ausgeprägte Wolkenformationen nördlich der kanarischen Inseln Tenerife und La Gomera.
Geografische Lage
Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und liegen im Nordatlantik etwa 100 km vor der Küste Afrikas. Das Archipel umfasst sieben größere Inseln sowie zahlreiche kleinere Inseln und Felsen.
Beschreibung der Inseln
La Gomera, links im Bild erkennbar, besitzt eine annähernd kreisförmige Gestalt, zerklüftete Küsten und ein gebirgiges Inneres. Der höchste Punkt, der Garajonay‑Gipfel, liegt im Zentrum und ist von dem gleichnamigen Nationalpark umgeben. Die Hauptstadt San Sebastián de la Gomera liegt an der Ostküste. Tenerife ist die größte Insel, dominiert vom Vulkan El Teide mit einer Höhe von rund 3 718 m. Küstenstädte wie Santa Cruz de Tenerife, Puerto de la Cruz und der Flughafen Tenerife Süd sind im Bild sichtbar.
Klima und Mikroklima
Durch die vielfältige Topografie und die Einwirkung der Passatwinde aus Nordost entstehen auf beiden Inseln unterschiedliche Mikroklimate. Während die Südküsten warme, sonnige Strände bieten, zeigen die Nordseiten üppige Vegetation und höhere Niederschlagsmengen. In höheren Lagen können sogar Schneefälle auftreten.
Wolkenbildung
Die abgebildeten Wolken gehören zur Gruppe der marinen Stratocumulus. Sie entstehen, wenn feuchte Luft vom Nordost‑Passat über die Inseln strömt, dabei auf Höhen unter 1 500 m gedrückt wird und sich dort kondensiert. Beim Kontakt mit der wärmeren Landoberfläche verdampfen die Tropfen wieder, wodurch die Wolken eng den Küstenlinien folgen.
Bedeutung für Forschung
Solche hochauflösenden Aufnahmen unterstützen die meteorologische Beobachtung und das Verständnis von Klimaprozessen in Inselregionen. Sie liefern Daten, die für Wettervorhersagen, Klimamodelle und das Management von Wasserressourcen genutzt werden können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Ende der Übertragung