Im Bundesstaat Washington ermöglichen satellitengestützte Vorhersagen, die auf NASA‑Beobachtungen basieren, eine präzisere Planung von Wasser‑ und Energieversorgung während einer anhaltenden Schnee‑Dürre, die 2025‑26 das westliche Amerika stark belastete.
Hintergrund der Schnee‑Dürre 2025‑26
Ein ungewöhnlich warmer Winter führte dazu, dass ein großer Teil des Niederschlags als Regen statt als Schnee fiel. Die MODIS‑Satellitenaufnahmen zeigten für die Monate Januar bis März die niedrigsten Schneebedeckungen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001. Infolgedessen erreichte das Cowlitz‑Einzugsgebiet nur 20 % bis 50 % der üblichen Schneemenge, was die Wasserversorgung im Sommer stark beeinträchtigte.
Integration von NASA‑Daten in HydroForecast
Das Unternehmen Upstream Tech kombiniert Wettermodelle, Flussmessungen und NASA‑Satellitendaten zu dem Produkt HydroForecast. Die Daten von VIIRS und dem Suomi‑NPP‑Satelliten liefern Informationen über Schneebedeckung und Vegetationsgrün‑Index, die alle zwei Stunden aktualisiert werden. Durch maschinelles Lernen lernt das System, wie Wasser in verschiedenen Einzugsgebieten fließt, und erzeugt Kurz‑ und Mittelfrist‑Prognosen.
Einsatz bei Tacoma Power
Die öffentliche Versorgungsgesellschaft Tacoma Power nutzt HydroForecast, um den Betrieb ihres Cowlitz‑Kraftwerks zu steuern. Während eines extremen atmosphärischen Flusses im Dezember 2025 half die Vorhersage, den erwarteten Wasserzufluss rechtzeitig zu erkennen und die Turbinen sicher zu betreiben. Im Frühjahr, als die Regenmengen zurückgingen, ermöglichte das System, die Reservoirpegel zu erhöhen und gleichzeitig Platz für mögliche Sturmeinbrüche zu schaffen.
Ergebnisse und operative Entscheidungen
Durch die Integration der NASA‑Daten konnte Tacoma Power die tägliche Zuflussrate besser einschätzen, was zu einer optimierten Wasser‑ und Energieplanung führte. Die Vorhersagen halfen, die Gefahr von Überflutungen zu mindern, die Stromversorgung während Hitzeperioden zu sichern und die ökologischen Mindestflussanforderungen für Fischbestände einzuhalten.
Weitere Anwendungen im Westen der USA
Ähnliche Partnerschaften bestehen mit dem US-Landwirtschaftsministerium, dem National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und dem Bureau of Reclamation. Diese Institutionen nutzen NASA‑Satellitendaten, um regionale Dürre‑Assessments zu verfeinern, Schneeschmelzraten zu korrigieren und Reservoirbetrieb in Kalifornien und anderen Bundesstaaten zu unterstützen.
Bedeutung für zukünftige Wasser‑ und Energieplanung
Die Zusammenarbeit verdeutlicht, wie frei verfügbare Weltraumbeobachtungen praktische Werte für die nationale Infrastruktur liefern können. Experten betonen, dass die kontinuierliche Verfügbarkeit von hochauflösenden Satellitendaten entscheidend ist, um auf extreme Wetterlagen zu reagieren und langfristige Ressourcensicherheit zu gewährleisten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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