USA: Schwedische Kohortenstudie verknĂĽpft Schwangerschaftskomplikationen mit langfristigem Risiko fĂĽr periphere arterielle Verschlusskrankheit
In einer landesweiten schwedischen Kohortenstudie wurden über 2.201.446 Personen mit Einlingsgeburten zwischen 1973 und 2015 über einen Zeitraum von bis zu 46 Jahren beobachtet, um das Auftreten einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAD) zu erfassen. Insgesamt wurden 13.211 Diagnosen (0,6 %) registriert, wobei alle untersuchten Schwangerschaftskomplikationen mit einem signifikant erhöhten PAD‑Risiko verbunden waren.
Studiendesign und Datenbasis
Die Analyse nutzte nationale Register, die Krankenhaus- und ambulante Diagnosen bis 2018 enthielten. Hazard‑Ratios wurden mittels Cox‑Regression berechnet und um Faktoren wie Alter, Geburtsjahr, Parität, sozioökonomischen Status, Body‑Mass‑Index, Rauchen sowie Vorerkrankungen (Bluthochdruck, Diabetes, Hyperlipidämie) adjustiert. Zusätzlich wurden Co‑Sibling‑Analysen durchgeführt, um mögliche familiäre (genetische oder umweltbedingte) Confounder zu prüfen.
Gestationsdiabetes als stärkster Risikofaktor
Patienten mit Gestationsdiabetes wiesen ein adjustiertes Hazard‑Ratio von 3,83 (95 %‑KI [3,20, 4,59]; p < 0,001) für die spätere Entwicklung von PAD auf, was das höchste Risiko unter den untersuchten Komplikationen darstellt.
Kleinwuchs bei Neugeborenen
Ein kleiner für das Gestationsalter (SGA) geborenes Kind war mit einem Hazard‑Ratio von 1,74 (95 %‑KI [1,65, 1,83]; p < 0,001) assoziiert, was ebenfalls ein deutlich erhöhtes Risiko für PAD bedeutet.
Weitere hypertensive Störungen, Frühgeburt und Präeklampsie
Andere hypertensive Schwangerschaftsstörungen führten zu einem Hazard‑Ratio von 1,61 (95 %‑KI [1,21, 2,15]; p = 0,001). Frühgeburten waren mit einem Hazard‑Ratio von 1,58 (95 %‑KI [1,48, 1,70]; p < 0,001) und Präeklampsie mit 1,28 (95 %‑KI [1,20, 1,37]; p < 0,001) verbunden.
Einfluss familiärer Faktoren
Die Co‑Sibling‑Analysen zeigten, dass die beobachteten Zusammenhänge weitgehend unverändert blieben, was darauf hindeutet, dass die Risiken nicht primär durch geteilte genetische oder umweltbedingte Faktoren erklärt werden können.
Kumulative Effekte mehrerer Komplikationen
Patienten, die mehrere der genannten Schwangerschaftskomplikationen erlebten, hatten ein weiter erhöhtes PAD‑Risiko, was auf eine additive Wirkung hindeutet.
Einschränkungen und Implikationen
Die Studie ist auf die schwedische Bevölkerung beschränkt und beruht auf diagnostischen Codes, die potenziell Fehlklassifikationen enthalten können. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit einer frühzeitigen Risikobewertung und langfristigen kardiovaskulären Nachsorge bei Patienten mit entsprechenden Vorgeschichten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS Medicine, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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