USA: Schwere Dürre im texanischen Hochland führt zu massiven Ernteausfällen
Im Sommer 2026 hat die Dürre im Texas High Plains zu einem beispiellosen Verlust von Baumwollpflanzen geführt. Laut Lacy Cotter-Vardeman, einem langjährigen Landwirt aus Lubbock County, sind rund 90 % seiner trockenlandwirtschaftlichen Baumwolle abgestorben – ein Zustand, den Versicherer bislang nicht beobachtet hatten.
Ausmaß der Dürre
Satellitenaufnahmen des Operational Land Imager (OLI) auf Landsat‑8 zeigen den Unterschied zwischen dem September 2025, als die Felder überwiegend grün waren, und dem September 2026, als die Landschaft von braunen, vertrockneten Feldern dominiert wurde. Die Bilder belegen, dass die Vegetation innerhalb eines Jahres drastisch zurückgegangen ist.
Grundwasser und Bewässerung
US‑Geological‑Survey‑Daten belegen, dass der Grundwasserspiegel im Lubbock County seit 1950 um 25 bis 100 Fuß gesunken ist; in den nördlichen Bezirken Parmer, Castro, Swisher und Briscoe liegt der Rückgang bei 150 Fuß oder mehr. Viele Bewässerungsbrunnen pumpen seit Sommer 2026 nur noch Luft, was Tillery Timmons‑Sims, einem Agrarkonservierungsexperten, zufolge die Verfügbarkeit von Grundwasser stark einschränkt.
Playa‑Seen und ihre Bedeutung
Im Texas High Plains gibt es mehr als 19 300 Playa‑Seen, von denen etwa 80 % durch landwirtschaftliche Aktivitäten verändert oder mit Sediment bedeckt sind und daher kaum noch Wasser speichern können. Diese flachen Seen sammeln sonst Regenwasser und leiten es in das darunterliegende Aquifer, das die Hauptquelle für Bewässerungswasser darstellt.
Kooperation mit NASA
Im August 2026 besuchte das NASA Acres‑Team die Farm von Cotter-Vardeman und weitere Betriebe, um gemeinsam Lösungen für die Wasserknappheit zu erarbeiten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Sandhills Area Research Association sollen Landwirte leichter auf NASA‑Daten zugreifen, um Bewässerungsstrategien, Deckfrüchte und Sedimentmanagement zu optimieren.
Ausblick und Maßnahmen
Jonathan Case, Meteorologe am Marshall Space Flight Center, erklärt, dass etwa 7 Zoll Regen über einen Zeitraum von drei Monaten nötig wären, um die aktuelle Dürre zu beenden. Er betont, dass sofortige Maßnahmen zur Wassereinsparung und zur Wiederherstellung von Playa‑Seen erforderlich sind, um die langfristige Bewirtschaftbarkeit der Region zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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