Die Messungen des Sentinel‑6‑Michael‑Freilich‑Satelliten belegen, dass sich im Zeitraum von März bis Mai 2026 ein warmes Kelvin‑Wellen‑Phänomen von der westlichen Pazifikregion bis zur Küste Kolumbiens, Ecuadors und Perus ausbreitet. Die beobachteten Meeresspiegelhöhen liegen dabei bis zu 15 cm über den langfristigen Mittelwerten, was als Hinweis auf ein bevorstehendes El‑Niño‑Ereignis gewertet wird.
Messdaten und Beobachtungen
Im Januar 2026 wurde eine kleine Kelvin‑Welle rund um Mikronesien registriert, die bis Mitte Februar wieder abklang. Eine neue Welle entstand Anfang März, wanderte ostwärts und erreichte bis Mitte Mai die Küstenregionen Perus, wo die Meereshöhe um 5,9 Zoll (15 cm) über dem Durchschnitt lag. Die Temperaturerhöhung des Oberflächenwassers bewirkt eine volumetrische Ausdehnung, die sich in den gemessenen Höhenunterschieden widerspiegelt.
Bedeutung der Kelvin‑Welle
Ein warmes Kelvin‑Wellen‑Signal gilt in der Klimaforschung als früher Indikator für die Entstehung eines El‑Niño‑Ereignisses. Durch die zusätzliche Wärme an der Meeresoberfläche können sich die Zirkulationsmuster von Energie, Wasser und Luft in der Atmosphäre verändern, was wiederum das globale Wettergeschehen beeinflusst.
Folgen fĂĽr das Wetter
El‑Niño‑Phasen können in verschiedenen Regionen zu intensiven Niederschlägen oder zu Trockenperioden führen. Solche Veränderungen wirken sich auf die tägliche Lebensführung, die Landwirtschaft und den internationalen Handel aus.
Satellitenmission und Partner
Der Sentinel‑6‑Michael‑Freilich‑Satellit ist Teil der Copernicus‑Sentinel‑6/Jason‑CS‑Mission, die gemeinsam von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dem Europäischen Zentrum für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT, NASA und NOAA entwickelt wurde. Die Mission wird finanziell von der Europäischen Kommission unterstützt, während die operative Datenverarbeitung von EUMETSAT im Auftrag des Copernicus‑Programms übernommen wird.
Technische Beiträge
Das Jet Propulsion Laboratory der Caltech lieferte für jeden Sentinel‑6‑Satelliten drei wissenschaftliche Instrumente: das Advanced Microwave Radiometer, das Global Navigation Satellite System – Radio Occultation‑System und das Laser‑Retroreflektor‑Array. Zusätzlich stellte NASA Startdienste, Bodensysteme für den Betrieb der Instrumente und Datenverarbeitungssoftware bereit.
WeiterfĂĽhrende Informationen
Weitere Details zur Sentinel‑6‑Michael‑Freilich‑Mission und zu den aktuellen Beobachtungen können auf der NASA‑Webseite eingesehen werden: https://www.nasa.gov/sentinel-6
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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