UN: Bericht ĂĽber Anstieg sexueller Gewalt in Konflikten 2025
Laut einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen wurden im Jahr 2025 fast 10 000 Fälle von sexualisierter Gewalt im Kontext von bewaffneten Auseinandersetzungen dokumentiert – das mehr als Doppelte des Vorjahres. Der Anstieg betrifft zahlreiche Regionen, darunter Afrika, den Nahen Osten, Europa und die Karibik, und spiegelt laut UN‑Vertreterin Pramila Patten eine sich vertiefende globale Entwicklung wider.
Zahlenspiegel 2025
Der Bericht verzeichnet exakt 9 788 gemeldete Fälle, wobei die Zahlen nach eigenen Angaben nicht das gesamte Ausmaß der Verbrechen abbilden. Patten betonte, dass die erfassten Fälle lediglich ein Indikator für ein weitaus größeres, weitgehend unsichtbares Muster seien.
Betroffene und Täter
Frauen und Mädchen stellen nach wie vor die Hauptzielgruppe, doch auch Männer, Jungen und Personen mit Behinderungen wurden Opfer von Vergewaltigungen, sexueller Versklavung, Zwangsheiraten und Menschenhandel. Das Alter der Betroffenen reicht von einem bis siebzig Jahren.
Rolle nichtstaatlicher Akteure
Die Analyse hebt die anhaltende Nutzung sexueller Gewalt durch nichtstaatliche bewaffnete Gruppen hervor, die damit Kontrolle ĂĽber Gemeinschaften und Ressourcen ausĂĽben. Insgesamt wurden 62 nichtstaatliche Akteure identifiziert, darunter neu gelistete Gruppierungen in der Demokratischen Republik Kongo.
Staatliche Akteure und neue Listungen
Neu in die Liste aufgenommen wurden zwei staatliche Akteure – russische und israelische Streitkräfte – die nach Angaben des Berichts wiederholt sexuelle Gewalt begangen haben. Diese beiden Parteien stehen unter Beobachtung für mögliche zukünftige Listungen.
Herausforderungen bei Dokumentation und Hilfe
Die Verfügbarkeit von Kleinwaffen, eingeschränkter humanitärer Zugang, Unsicherheit und Finanzierungsdefizite erschweren sowohl die Erfassung von Verstößen als auch die Unterstützung von Überlebenden. Besonders gefährdet sind Vertriebene und Flüchtlinge in abgelegenen Grenzregionen.
Forderungen und Ausblick
Der Bericht appelliert an den Sicherheitsrat und die Mitgliedstaaten, Prävention, Rechenschaftspflicht und Unterstützung für Betroffene zu stärken. Vorgeschlagene Maßnahmen umfassen uneingeschränkten humanitären Zugang, erweiterte Überwachungs- und Sanktionsmechanismen sowie erhöhte Finanzierung für medizinische, psychosoziale und rechtliche Dienste.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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