Forscher um Fang Li und Kollegen haben in einer Studie die Rolle von SHP2 bei späten fetalen Wachstumsrestriktionen (LO‑FGR) untersucht, indem sie bioinformatische Analysen des Datensatzes GSE147776 mit In‑Vitro‑Experimenten an endothelialen Progenitorzellen (EPC) kombinierten.
Bioinformatische Analyse
Die Auswertung identifizierte 207 differentiell exprimierte Gene, die vor allem in den Hedgehog‑ und Hippo‑Signalwegen angereichert waren. Dabei zeigte sich ein positiver Zusammenhang von SHP2 mit PI3K, CREB und YAP sowie ein negativer Zusammenhang mit BRD4, NOX2 und P53.
In‑Vitro‑Modell von LO‑FGR
In den EPC‑Modellen, die die Bedingungen von LO‑FGR simulierten, stieg die Expression von NOX4 und nuklearem BRD4 stark an, während p‑SHP2, p‑PI3K, nukleares YAP, Nrf2, PIGF, VEGF, HIF‑1α, OCT4, SOX2 und C‑Myc deutlich zurückgingen. Gleichzeitig verringerte sich die Zellproliferation, der G2‑Phasenanteil sank und die Apoptose nahm zu.
Wirkung des BRD4‑Inhibitors JQ‑1
Die Behandlung mit dem BRD4‑Inhibitor JQ‑1 reduzierte NOX4 und nukleares BRD4, während die zuvor genannten aktivierten Proteine wieder anstiegen. Unter diesen Bedingungen verbesserten sich EPC‑Proliferation und G2‑Phase, während die Apoptose zurückging.
Effekte der SHP2‑Inhibition
Eine kombinierte Hemmung von SHP2 mittels PHPS1 führte zu einem Anstieg von NOX4 und einem Rückgang der aktivierten Signalproteine, was erneut die Proliferation reduzierte und die Apoptose erhöhte. Diese Gegenwirkungen bestätigten die zentrale Rolle von SHP2 in den untersuchten Signalwegen.
Schlussfolgerung
Die Autoren schließen daraus, dass SHP2 die Aktivierung von EPCs bei LO‑FGR über die ROS/BRD4‑ und PI3K/YAP/PIGF‑Signalwege reguliert und damit das fetale Wachstum unterstützen kann.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
