UN: Sicherheitsrat fordert Rechenschaftspflicht bei Angriffen auf UN‑Friedenssoldaten
Der UN‑Sicherheitsrat hat am 23. Juni 2026 einstimmig die Resolution 2823 (2026) verabschiedet, die die sofortige Identifizierung, Untersuchung und Verfolgung von Straftaten gegen UN‑Friedenssoldaten fordert. Die Abstimmung war ungeteilt, und über 150 Staaten unterstützten den Entwurf.
Resolution und internationale UnterstĂĽtzung
Der Text, eingebracht von Dänemark und Pakistan als nicht‑ständige Mitglieder, richtet sich an alle relevanten Akteure, mit der Bitte um uneingeschränkte Kooperation bei der Aufklärung von Angriffen. Neben den beiden Co‑Sponsoren haben mehr als 150 Länder ihre Zustimmung signalisiert.
Hintergrund und betroffene Friedenssoldaten
Laut Angaben des Botschafters Asim Iftikhar Ahmad von Pakistan haben bislang fast 4.500 UN‑Friedenssoldaten ihr Leben im Dienst verloren, darunter 183 aus Pakistan. In den letzten Jahren haben sich sowohl die Zahl als auch die Komplexität von Angriffen auf Friedensmissionen erhöht, wobei Täter häufig unbehelligt bleiben.
Verpflichtungen des Generalsekretärs
Die Resolution verlangt vom UN‑Generalsekretär, bei zukünftigen Angriffen sofort klare Faktenaufzeichnungen zu erstellen und diese den Gastländern für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Weiterhin soll ein leitender Ansprechpartner für die Rechenschaftspflicht benannt werden, um Koordination und Kapazitäten zu stärken. Ein Jahresbericht über den Stand der Fälle ist innerhalb von 120 Tagen nach Inkrafttreten zu übermitteln.
Reaktionen der Botschafter
BotÂschafter Christina Markus Lassen von Dänemark bezeichnete die einstimmige UnterstĂĽtzung als ein starkes Signal an die mehr als 50.000 im Einsatz befindlichen Friedenssoldaten und an die Truppen‑ und Polizeibeitragenden Länder. Sie betonte, dass die internationale Gemeinschaft aufmerksam sei und Verbrechen nicht ungestraft bleiben wĂĽrden.
Bedeutung fĂĽr Friedensmissionen
Durch die Resolution wird ein klarer Rahmen geschaffen, der die Sicherheit der Friedenssoldaten erhöhen und die Strafverfolgung von Tätern erleichtern soll. Die Maßnahme soll das Vertrauen der beitragenden Staaten stärken und das Risiko von Angriffen langfristig verringern.
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