International: Simbabwe stärkt Gesundheitsarbeitskräfte für universelle Gesundheitsversorgung
Die Regierung von Simbabwe hat zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation und Partnern ein Investitionspaket von 1,63 Milliarden USD für die Jahre 2024‑2026 beschlossen, um die Gesundheitsarbeitskräfte zu stärken und die universelle Gesundheitsversorgung voranzutreiben.
Hintergrund
Im Jahr 2022 verfügte Simbabwe über lediglich 23 Ärzte, Krankenpfleger und Hebammen pro 10 000 Einwohner, deutlich unter der von der WHO empfohlenen Schwelle von 45 Fachkräften pro 10 000 Einwohner, die für die Erreichung der universellen Gesundheitsversorgung erforderlich ist.
Analyse und Strategie
Eine umfassende Analyse des Gesundheitsarbeitsmarktes, die 2022 durchgeführt wurde, bildete die Grundlage für die Entwicklung einer Gesundheitsarbeitskräfte‑Strategie und eines Investment‑Compacts, der Regierung, Entwicklungs‑partner, Ausbildungseinrichtungen und internationale Organisationen zusammenbringt.
Umsetzung der MaĂźnahmen
Seit der Einführung des Compacts im Oktober 2024 wurden 14 060 neue Stellen im öffentlichen Gesundheitssektor genehmigt. Im Jahr 2025 wurden mehr als 5 000 Positionen besetzt, darunter viele zuvor von Entwicklungspartnern unterstützte Stellen, und für 2026 sind weitere 8 775 Stellen geplant. Vorrang haben arbeitslose Absolventen sowie kritische Berufsgruppen wie Krankenpfleger, Apotheker und Labortechniker.
Bindungs- und Weiterbildungsprogramme
Zusätzliche Mittel finanzieren ein ländliches Bindungsprogramm für Beschäftigte in abgelegenen Gebieten, stärken die Unterstützung von Dorf‑Gesundheitsarbeiter, fördern Führungsentwicklung und ermöglichen E‑Learning‑Initiativen.
Evaluierung und Dialog
Am 28. Mai 2026 fand ein Dialog zum Investment‑Compact statt, bei dem Fortschritte geprüft, Finanzierungszusagen bestätigt und Prioritäten für die weitere Beschleunigung der Investitionen festgelegt wurden.
Aussagen der WHO
Dr. Desta Tiruneh, WHO‑Vertreter für Simbabwe, betont, dass die WHO die Regierung während der Analyse, des politischen Dialogs und der Investitionsplanung unterstützt habe und damit zum Aufbau einer widerstandsfähigen, motivierten und gut unterstützten Arbeitskraft beitrage.
Ausblick
Die bereits getätigten Investitionen erhöhen die Dichte der Gesundheitsarbeitskräfte in Richtung des WHO‑Ziels von 45 Fachkräften pro 10 000 Einwohner.
Praxisbeispiel
Audrey Musorowembudzi, Krankenpfleger im Hurungwe Rural Hospital in der Provinz Mashonaland West, berichtet, dass eine kürzlich absolvierte Schulung zur integrierten Versorgung von Krebserkrankungen bei Frauen sein Wissen erweitert habe und er das Gelernte nun an Kolleginnen und Kollegen weitergebe, um die Versorgung in ländlichen Gemeinden zu verbessern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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