Am 20. Juni 2026 erreichte die Raumsonde Smile ihre vorgesehene Wissenschaftsbahn, ein hochelliptischer Orbit, der für die Messung des Magnetfelds und der Polarlichter genutzt wird. Die Besatzung beginnt nun eine zweimonatige Inbetriebnahme, in der alle wissenschaftlichen Instrumente aktiviert und geprüft werden.
Orbit und Manöver
Seit dem Start am 19. Mai 2026 mit einer europäischen Vega‑C-Rakete hat Smile zwölf Triebwerkszündungen durchgeführt: elf Male, um die Höhe über dem Nordpol zu erhöhen, und ein letztes Mal, um die Höhe über dem Südpol zu erreichen. Der finale Orbit führt die Sonde bis zu 120 920 km über dem Nordpol und bis zu 5 027 km über dem Südpol, wo sie Daten zur Erdmagnetosphäre sammelt.
Instrumentenkommissionierung
Das Team in Peking, China, übernimmt die Inbetriebnahme der Messinstrumente bis Ende August 2026. Während dieser Phase werden Sensoren für Sonnenwind, Magnetosphäre und Ionosphäre eingeschaltet, kalibriert und auf ihre Messgenauigkeit geprüft. Der ESA‑Projektmanager David Agnolon betont, dass das Team „weiterhin lächelt“.
Missionserwartungen
Die Triebwerksleistung übertraf die Erwartungen, wodurch zusätzlicher Treibstoff gespart wurde. Insgesamt verbleiben 164 kg Treibstoff, was die geplante Lebensdauer von über drei Jahren verlängern kann. Die gesammelten Daten sollen das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und Erdmagnetosphäre vertiefen.
Beteiligte Institutionen
Die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) leitet die operative Steuerung von Smile im Weltraum. Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) unterstützt täglich die Orbitmanöver, koordiniert Kontakte über Bodenkontrollstationen in Französisch‑Guayana und der Antarktis und stellt technische Expertise bereit.
ZukĂĽnftige wissenschaftliche Phase
Nach Abschluss der Inbetriebnahme startet die eigentliche Wissenschaft im September 2026. Wissenschaftler weltweit werden die Messdaten nutzen, um Modelle des Erdmagnetfelds zu verfeinern und die Dynamik von Polarlichtern besser zu verstehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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