USA: So können persönliche Daten aus dem Internet entfernt werden
Hauptmaßnahmen zum Schutz der Online-Identität
Personen, die ihre Online-Identität schützen wollen, können verschiedene Schritte unternehmen, um persönliche Daten zu entfernen, die auf ihre sexuelle Orientierung hinweisen könnten. Die wichtigsten Maßnahmen umfassen das Auffinden vorhandener Informationen, das Stärken der Kontosicherheit und das direkte Ansprechen von Datenhändlern.
Wo persönliche Daten typischerweise zu finden sind
Die meisten Informationen lassen sich in zwei Bereichen lokalisieren: zum einen auf Plattformen, auf denen der Nutzer freiwillig Inhalte veröffentlicht hat – etwa Fotos, Kommentare oder Kleinanzeigen – und zum anderen bei Datenbrokern, die persönliche Angaben sammeln, aufbereiten und an Dritte verkaufen.
SelbstprĂĽfung der eigenen Online-Spuren
Ein erster Schritt besteht darin, die eigenen Spuren zu prüfen. Durch die Eingabe von Namen, Spitznamen, Nutzer‑Handles, E‑Mail‑Adressen oder Telefonnummern in einer Suchmaschine lässt sich ermitteln, welche Informationen öffentlich zugänglich sind. Diese Suche sollte in einem privaten Browserfenster erfolgen, um zu verhindern, dass eingeloggte Konten das Ergebnis verfälschen.
Stärkung der Kontosicherheit
Ein solides Sicherheitsfundament reduziert das Risiko, dass neue Daten gesammelt werden. Dazu gehören die Nutzung einzigartiger Passwörter (ein Passwort‑Manager kann dabei unterstützen) und die Aktivierung von Zwei‑Faktor‑Authentifizierung für alle Online‑Konten.
Technische Hilfsmittel zur Reduzierung von Tracking
Der Einsatz von Tracker‑Blockern wie Privacy Badger erschwert es Werbetreibenden und Datenbrokern, das Surf‑Verhalten zu analysieren. Zusätzlich kann das Entfernen der Werbe‑ID auf Mobilgeräten das Tracking weiter einschränken.
Direkte Löschung bei Datenbrokern
Betroffene können Datenbroker auffordern, ihre Angaben zu löschen. In Kalifornien steht dafür ein Tool der Privacy Protection Agency zur Verfügung; alternativ bieten professionelle Dienste wie EasyOptOuts oder Optery Unterstützung beim Opt‑Out.
Entfernung aus Suchergebnissen
Durch das Anlegen einer Seite „Ergebnisse über Sie“ bei Google können neue Treffer gemeldet und Benachrichtigungen über weitere Auffindbarkeit erhalten werden. Dieser Vorgang entfernt die Informationen nicht aus dem Internet, verhindert jedoch deren Anzeige in den Google‑Suchergebnissen.
Umfassende Überprüfung der eigenen Online‑Präsenz
Ein abschließender Schritt ist die systematische Durchsicht aller öffentlichen Profile, Forenbeiträge und veröffentlichten Inhalte. Dabei sollten Namen, Kontaktdaten und Fotos, die Rückschlüsse auf den Wohnort oder den Arbeitsplatz zulassen, entfernt oder privat gestellt werden. Weitere Details finden sich im Surveillance Self‑Defense‑Leitfaden der EFF.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Electronic Frontier Foundation, lizenziert unter Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY 4.0). Offene journalistische Inhalte.
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