Eine Analyse von Daten des Peekbank-Projekts zeigt, dass die Fähigkeit von Kindern, Wörter während des Hörens zu erkennen, im Verlauf der frühen Kindheit deutlich schneller, genauer und beständiger wird. Gleichzeitig korreliert diese Entwicklung eng mit dem Umfang des Wortschatzes.
Datenbasis
Die Untersuchung beruht auf 26 Datensätzen, die mehr als 2.500 Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren umfassen. Alle Messungen wurden mittels Eye‑Tracking während experimenteller Worterkennungsaufgaben erhoben.
Entwicklung der Erkennungsfähigkeit
Die Ergebnisse belegen, dass die durchschnittliche Erkennungszeit mit zunehmendem Alter abnimmt, die Treffgenauigkeit steigt und die Streuung der Messwerte sinkt – ein Muster, das auf einen Lernprozess hindeutet.
Zusammenhang mit Wortschatz
Eine Faktorenanalyse verdeutlicht, dass sowohl die Geschwindigkeit als auch die Genauigkeit der Worterkennung in Querschnittsanalyse mit der Größe des Wortschatzes der Kinder zusammenhängen.
Langzeitmodelle
Mehrere Längsschnittmodelle zeigen, dass Geschwindigkeit, Genauigkeit und Wortschatz miteinander verknüpft sind. Kinder, die insgesamt schneller Wörter erkennen, weisen tendenziell ein schnelleres Vokabularwachstum auf, wobei das spezifische Wachstum der Erkennungsfähigkeit nicht unmittelbar das Vokabularwachstum bestimmt.
Implikationen
Die Befunde unterstützen die Auffassung, dass Worterkennung ein graduell entwickeltes Können ist, das eng mit dem frühen Spracherwerb verknüpft ist. Sie legen nahe, dass Fördermaßnahmen, die die Erkennungsfähigkeit stärken, potenziell positive Effekte auf den Wortschatz haben können.
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