Russland: Staatsrat für Sprachpolitik beschließt neue Fördermaßnahmen für Russisch und Minderheitensprachen
Videokonferenz zum Tag der russischen Sprache
Im Vorfeld des Tags des russischen Dichters Puschkin fand eine videobasierte Sitzung des Staatsrats für Sprachpolitik statt. Der Präsident der Russischen Föderation leitete das Treffen, in dem ein strategischer Aktionsplan zur Förderung der Amtssprache und der Sprachen der Völker der Russischen Föderation vorgestellt wurde.
Strategischer Plan und Jahresbericht
Der vorgestellte Plan definiert Prioritäten und Hauptschwerpunkte für den Erhalt, die Entwicklung und die Unterstützung des Russischen sowie der Sprachen anderer Völker. Der Präsident forderte die Regierung auf, die Finanzierung sicherzustellen und den Bericht zum staatlichen Sprachprogramm künftig jährlich zu veröffentlichen.
Neue Publikationsprojekte
Ein zentrales Vorhaben ist die Einrichtung einer Bibliothek mit Meisterwerken der Literatur der Völker der Russischen Föderation, die in russischer Übersetzung erscheinen soll. Gleichzeitig soll ein Buchreihenprojekt „Bibliothek der russischen Volksliteratur“ gestartet werden.
Akademische und schulische Maßnahmen
Ein akademisches Modul mit dem Titel „Russisch als Staatssprache“ soll an Hochschulen eingeführt werden und künftig Teil des Kerncurriculums werden. Darüber hinaus wird die Schaffung eigenständiger Fakultäten für Russischsprach- und Literaturwissenschaften gefordert, um die bisher einheitliche Fakultät für Philologie zu ergänzen.
Einheitliche Lehrmaterialien und Prüfungen
Die Vorbereitung einheitlicher staatlicher Lehrbücher für Russisch und Literatur im Sekundarbereich wurde beschlossen. Alle Prüfungsaufgaben sollen künftig auf den Inhalten dieser Lehrbücher basieren, um die Vergleichbarkeit der Leistungen sicherzustellen.
Förderung von Kinder- und Jugendprogrammen
Der Präsident regte an, thematische Sprach- und Literaturprogramme in sommerlichen Kinderfreizeiten zu etablieren. Das Ministerium für Bildung und die Föderale Agentur für Jugend sollen die Umsetzung in den bundesweiten Ferienlagern unterstützen.
Unterstützung für Menschen mit Behinderungen
Ein weiterer Punkt war die Verbesserung der Versorgung von Menschen, die die Russische Gebärdensprache nutzen. Fast 200 000 Sprecher dieser Sprache sollen durch qualifizierte Lehrkräfte und Dolmetscher besser betreut werden.
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