Neue Daten und Ausblick
Die Europäische Zentralbank hat am 17. Juni 2026 einen neuen Datensatz des Wage‑Trackers veröffentlicht. Der Tracker, der aktive Kollektivarbeitsverträge erfasst, zeigt, dass die verhandelten Lohnsteigerungen bis Ende 2026 weitgehend stabil bleiben und im Jahresdurchschnitt bei etwa 2,6 % liegen.
Entwicklung der Lohnsteigerungen
Der Ausblick bleibt unverändert bis Dezember 2026. Ohne Berücksichtigung von Einmalzahlungen wird für 2025 ein Wachstum von 3,0 % und für 2026 von 2,6 % angegeben. Mit geglätteten Einmalzahlungen liegt das erwartete Wachstum bei 3,2 % im Jahr 2025 und 2,3 % im Jahr 2026, wobei die Abdeckung der erfassten Beschäftigten 51,5 % bzw. 43,2 % beträgt.
Quartalsweise Entwicklung
Im Jahresverlauf 2026 steigt der geglättete Indikator von 1,8 % im ersten Quartal über 2,1 % im zweiten Quartal auf 2,6 % in den beiden letzten Quartalen. Der Indikator ohne Glättung verzeichnet 2,9 % im ersten Quartal, 2,6 % im zweiten Quartal und 2,5 % in den beiden letzten Quartalen. Ohne Einmalzahlungen bleibt das Wachstum rund bei 2,6 % im Jahresverlauf, mit einem leichten Anstieg auf 2,7 % im ersten Quartal.
Mitarbeiterabdeckung
Die Abdeckung der erfassten Beschäftigten sinkt im Jahresverlauf: 46,4 % im ersten Quartal, 44,8 % im zweiten Quartal, 41,1 % im dritten Quartal und 40,4 % im vierten Quartal. Diese Werte spiegeln die relative Repräsentativität der zugrunde liegenden Tarifdaten wider.
Zusammenhang mit makroökonomischen Projektionen
Die Euro‑System‑Projektionen für 2026 gehen von einem jährlichen Wachstum der Arbeitnehmerentgelte von 3,2 % aus. Damit liegen die vom Wage‑Tracker ermittelten Lohnentwicklungen leicht darunter, was auf unterschiedliche Messmethoden zurückzuführen ist.
Methodik und Quellen
Der Wage‑Tracker basiert auf Daten von neun teilnehmenden Eurozonen‑Nationalbanken und nationalen Statistikbehörden, darunter die Deutsche Bundesbank, die Banque de France und die Bank of Italy. Vier Indikatoren werden veröffentlicht: ein geglätteter Gesamtablauf, ein geglätteter Lauf ohne Einmalzahlungen, ein nicht geglätteter Lauf mit Einmalzahlungen und ein Lauf ohne Einmalzahlungen. Die Methodik nutzt eine doppelte Aggregation, um sowohl kurzfristige als auch strukturelle Lohnentwicklungen abzubilden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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