International: Stärkung der Wachsamkeit zur Eindämmung von Diphtherie in Mauretanien
Das Gesundheitsministerium von Mauretanien arbeitet gemeinsam mit der World Health Organization (WHO) daran, die Ausbreitung von Diphtherie im Osten des Landes einzudämmen. Zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 29. März 2026 wurden landesweit 1.439 bestätigte Fälle und 56 Todesfälle gemeldet, wobei 14 von 15 Wilayas betroffen waren.
Epidemiologische Lage
Die höchste Fallzahl wurde in der Region Hodh El Chargui registriert, wo 862 Fälle gemeldet wurden. Im Bezirk Bassiknou, zu dem das Flüchtlingslager Mbera gehört, wurden 602 Fälle verzeichnet. Die enge Grenznähe zu Mali und häufige Bevölkerungsbewegungen begünstigen die Verbreitung.
Maßnahmen der Gesundheitsbehörden
Das Ministerium hat zusammen mit WHO Feldteams eingesetzt, um die Erkennung und Behandlung von Diphtherie zu beschleunigen. Patienten werden sofort in spezielle Stationen verlegt und erhalten die notwendigen Medikamente, darunter Azithromycin und Diphtherie-Antitoxin.
Rolle der WHO
WHO unterstützt die Behörden mit technischer Beratung, Schulungen für Gesundheitsarbeiter und der Bereitstellung von Medikamenten. Dr. Charlotte Ndiaye, WHO-Vertreterin in Mauretanien, betont, dass schnelle Fallidentifikation und verbesserte Impfabdeckung zentrale Faktoren zur Eindämmung seien.
Fallbeispiele vor Ort
Zeinabou, ein 22‑jähriger Schüler im Koranunterricht im Mbera‑Lager, bemerkte frühzeitig die Symptome und suchte das Gesundheitszentrum auf, wie er erklärt. In einem weiteren Bericht schildert Khadija, 46, wie er seine 3‑jährige Nichte Salimata ins Zentrum brachte, wo die Patientin nach einer Woche Behandlung vollständig genesen ist.
Impfkampagnen und Behandlung
Im Januar 2026 wurden im Bezirk Bassiknou über 23 000 Personen im Rahmen einer Impfkampagne geimpft. In Adel Bagrou wurden in den letzten drei Monaten nur noch vier Fälle gemeldet, was auf verstärkte Überwachung und Impfaktionen zurückzuführen ist.
Ausblick
Gesundheitsbehörden planen, die Surveillance weiter zu intensivieren und die Impfstoffversorgung in allen betroffenen Wilayas sicherzustellen. Dr. Mohamed Souleimane Elemine, Chefarzt des Bezirks Bassiknou, weist darauf hin, dass unzureichende Impfquoten und häufige Wanderungsbewegungen weiterhin Risiken darstellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required).
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