Globale Bedeutung von Weideland
Weideländer bedecken mehr als die Hälfte der irdischen Festlandfläche, sichern die Existenz von rund 500 Millionen Menschen, tragen zu 16 % der weltweiten Nahrungsmittelproduktion bei und speichern bis zu 30 % des planetaren Kohlenstoffs.
Starke El Niño‑Prognosen
Die aktuellen Vorhersagen geben eine über 90 %ige Wahrscheinlichkeit für ein sehr starkes El Niño im Herbst und Winter 2026/27 an, das zu den stärksten seit 1950 zählen dürfte. Das Phänomen wird weltweite Regen‑ und Temperaturmuster verändern, Dürrerisiken erhöhen und gleichzeitig in anderen Regionen zu übermäßigen Niederschlägen führen.
Auswirkungen auf Nomadenwirtschaft
Für die von Weideland abhängigen Gemeinschaften bestimmen diese Klimaveränderungen das Vorhandensein von Weidegras, Wasser für die Herden und die Möglichkeit, bei Ausfällen von Weideflächen umzuziehen. In Ostafrika passen bereits betroffene Gemeinschaften ihre Migrationsrouten, Herdenzusammensetzung und Futteranbau an die veränderten Bedingungen an.
Degradierung und Wiederherstellung
Weltweit sind bis zu 50 % aller Weideländer bereits degradiert. In der Mongolei führte ein partizipativer Ansatz, bei dem lokale Herdenführer langfristige Verträge für die Bewirtschaftung ihrer Weiden erhielten, zu messbaren Verbesserungen: Der Anteil stark degradierten Landes sank von 10,2 % im Jahr 2022 auf 6,6 %.
Monitoring‑ und Finanzierungsdefizite
Während Werkzeuge wie das FAO‑gestützte Global Forest Watch die Sichtbarkeit von Waldflächen erhöhten, fehlt ein vergleichbares, breit genutztes System für Weideländer. Das Rangelands‑Atlas‑Tool existiert, wird jedoch kaum von Investoren und politischen Entscheidungsträgern wahrgenommen. Trotz zugesagter US$12 Mrd. im Rahmen der Riyadh Global Drought Resilience Partnership bleibt unklar, welcher Teil tatsächlich bei den betroffenen Gemeinschaften ankommt.
Handlungsempfehlungen für COP17
Entscheider sollten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Weideländer stärken, direkte Fördermittel an lokale Institutionen bereitstellen und die Nutzung von Monitoring‑Tools skalieren, um messbare Ergebnisse zu sichern. Durch die Verknüpfung globaler Zusagen mit lokaler Umsetzung kann das Potenzial von Weideland‑wirtschaften zur Landrestaurierung, Armutsreduktion und Versorgungssicherheit ausgeschöpft werden. Dieser Bericht basiert auf Informationen von SciDev.Net, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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