Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat am Freitag eine rasche Verstärkung der El Niño‑Bedingungen prognostiziert, wodurch die Wahrscheinlichkeit von extremen Wetterereignissen weltweit zunimmt.
Starke Entwicklung erwartet
Nach Angaben der WMO wird sich das El Niño von Juli bis September schnell ausbauen. Mehrere Klimamodelle zeigen, dass die mittleren Oberflächentemperaturen im zentralen und östlichen Äquatorialpazifik um mehr als 2 °C über den langjährigen Mittelwerten liegen werden.
Regionale Auswirkungen
Die Vorhersage deutet auf anhaltende Hitzewellen in Europa hin; bereits im Juni wurden in Deutschland 41,7 °C gemessen, ein neuer Landesrekord. In den USA wird bis zum Unabhängigkeitstag eine langanhaltende Hitzeperiode erwartet, während Zentralamerika und die Karibik mit trockeneren Bedingungen rechnen müssen.
Wasserknappheit und Dürre
In den von Dürre bedrohten Regionen warnt die WMO, dass die Wasserverfügbarkeit für Landwirtschaft, Energieerzeugung und andere zentrale Aktivitäten gesichert werden muss, um die Versorgung zu gewährleisten.
Risiko von Überschwemmungen
In Ostafrika könnte die Kombination aus El Niño und dem indischen Ozean‑Dipol zu überdurchschnittlichen Niederschlägen führen, was das Risiko von Überschwemmungen erhöht.
Mobilisierung und Handlungsempfehlungen
Die WMO hat eine beispiellose Mobilisierung eingeleitet, um Regierungen mit rechtzeitigen Vorhersagen zu unterstützen und damit Leben und Existenzgrundlagen zu schützen. Die Organisation betont, dass das Zeitfenster für vorbereitende Maßnahmen in einigen Gebieten schrumpft.
Hintergrund zum El Niño‑Phänomen
El Niño ist ein natürlicher Klimazustand, bei dem die Oberflächentemperaturen im Pazifik über dem Durchschnitt liegen. Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf, dauert typischerweise neun bis zwölf Monate und kann die globalen Temperaturen erheblich beeinflussen, insbesondere wenn es mit anderen Klimavariablen wie dem indischen Ozean‑Dipol zusammenwirkt.
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