Deutschland: Steigender Extremismus – Bundesverfassungsschutzbericht 2025
Zusammenfassung der Lage
Der Bundesverfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 weist einen deutlichen Anstieg der extremistischen Bedrohungen in Deutschland auf. Insgesamt wurden 58.851 Straftaten mit extremistischem Hintergrund registriert, verglichen mit 57.701 im Vorjahr. Die Zahl der Gewalttaten stieg um rund 10 Prozent auf 3.294, während 2024 noch 2.976 Fälle verzeichnet wurden.
Rechtsextremismus bleibt größte Gefahr
Innenminister Alexander Dobrindt betonte, dass Rechtsextremisten nach wie vor die größte Bedrohung für die Demokratie darstellen. Er verwies dabei auf die Brandanschläge auf die Berliner Stromversorgung im Januar und unterstrich, dass jede Form des Extremismus konsequent bekämpft werden müsse.
Linksextremistische Gewalt als Warnsignal
Gleichzeitig warnte Dobrindt, dass die Zunahme linksextremistischer Gewalt ein ernstes Warnsignal für den Rechtsstaat sei. Er forderte, dass die Sicherheitsbehörden mit weitergehenden Befugnissen ausgestattet werden, um wirksam gegen alle extremistischen Strömungen vorgehen zu können.
Spionage, Sabotage und Cyberangriffe
Der Bericht bestätigt, dass die Bedrohung durch Spionage, Sabotage, transnationale Repression und Cyberangriffe nach wie vor hoch bleibt. Die meisten nachrichtendienstlichen Aktivitäten wurden dabei Russland, China und dem Iran zugeschrieben.
Digitale Rekrutierung und Radikalisierung
Extremistische Akteure nutzten vermehrt soziale Medien wie Instagram und TikTok, um für Veranstaltungen zu werben und radikalisierende Inhalte zu verbreiten. Zusätzlich wurden Gaming-Plattformen wie Roblox gezielt eingesetzt, um Kinder und Jugendliche anzusprechen.
Empfehlungen fĂĽr das Vorgehen
Der Innenminister forderte ein stärkeres Befähigen der Sicherheitsbehörden, um den gestiegenen Bedrohungen wirksam zu begegnen. Dabei soll insbesondere die Beobachtung digitaler Netzwerke ausgebaut und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern vertieft werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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