Störung des Schiffsverkehrs
Die Unterbrechung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus infolge des Konflikts hat nicht nur die Energieversorgung, sondern auch die Versorgung mit strategischen Mineralien gefährdet.
Auswirkungen auf Rohstoffmärkte
Nach Angaben der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) wurden vor dem 28. Februar 2026 rund 30 Prozent der weltweiten Schwefelproduktion über die Straße von Hormus transportiert, wobei täglich etwa 140 Schiffe die Wasserstraße nutzten. Der aktuelle Stillstand hat zu einem deutlichen Preisanstieg bei Rohstoffen geführt und Unternehmen veranlasst, alternative Produktionsstandorte zu prüfen.
Reaktion der Industrie
Dario Liguti, Direktor der Abteilung für nachhaltige Energie bei der UNECE, wies darauf hin, dass Nebenprodukte der Ölraffination wie Schwefel, Helium und Naphtha – wichtig für Düngemittel, Kunststoffe, Halbleiter und Batterien – stark betroffen seien. Unternehmen greifen auf vorhandene Lager zurück und reduzieren den Verbrauch, um die Produktion aufrechtzuerhalten.
Strategische Maßnahmen der Staaten
Viele Mitgliedstaaten bauen strategische Bestände auf und suchen nach neuen Lieferanten, insbesondere in Süd‑ und Südostasien, wo die Verarbeitung von Grundstoffen bereits stark ausgeprägt ist. Laut Liguti wird die geografische Reichweite der Beschaffungsbemühungen künftig weiter zunehmen.
Folgen für die Energiewende
Ein anhaltender Mangel an kritischen Mineralien könnte die Herstellung von Solarmodulen, Magneten und Batterien verteuern und damit die Erreichung der Klimaziele verzögern. Die UNECE betont, dass die aktuelle Krise die Notwendigkeit unterstreiche, Lieferketten resilienter zu gestalten.
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