USA: Studie analysiert Einfluss sensorischer Food‑Erlebnisse auf das Engagement von Touristen
Eine aktuelle Untersuchung aus Zibo in der Provinz Shandong, China, hat den Zusammenhang zwischen sensorischen Food‑Erlebnissen und dem Engagement von Touristen beleuchtet. Die Forschenden Sen Yang, Yi Liu und Liping Xu befragten 447 Tourist, die an Food‑Tourismus‑Aktivitäten teilgenommen hatten, und wendeten strukturgleichungsmodellierende Analysen mit 5.000 Bootstrap‑Stichproben und einem 95‑Prozent‑Konfidenzintervall an.
Methodik und Stichprobe
Die Online‑Erhebung erfolgte in Form einer Querschnittsbefragung, wobei die Teilnehmenden nach ihrer Wahrnehmung von Sicht, Geruch, Geschmack und Tastsinn beim Essen befragt wurden. Die gesammelten Daten wurden mittels Strukturgleichungsmodellierung (SEM) ausgewertet, um direkte und indirekte Effekte zu prüfen.
Direkter Einfluss sensorischer Erfahrung
Die Ergebnisse zeigen, dass die sensorische Food‑Erfahrung einen signifikanten positiven Einfluss auf das Engagement von Touristen ausübt. Insbesondere die Rückmeldungsabsicht (β = 0.480, p < 0.001) und die Wiederbesuchsabsicht (β = 0.411, p < 0.001) wurden am stärksten beeinflusst.
Vermittlungsrollen von Food Memory und Mental Imagery
Food Memory, definiert als gespeicherte multisensorische Erfahrungen, und Mental Imagery, das aktive kognitive Rekonstruieren sensorischer Informationen, fungieren als parallele Mediatoren. Beide Konstrukte werden durch die sensorische Erfahrung aktiviert und tragen anschließend zum Engagement bei. Dabei weist Mental Imagery eine stärkere Vermittlungswirkung auf die Empfehlungsabsicht auf, während Food Memory die Wiederbesuchsabsicht stärker beeinflusst.
Praktische Implikationen fĂĽr Destinationen
Die Studie liefert Destinationen konkrete Ansatzpunkte, um das Tourist‑Engagement zu steigern. Durch die gezielte Gestaltung von multisensorischen Food‑Erlebnissen können Betreiber die Rückmeldungs‑ und Wiederbesuchsabsichten von Tourist erhöhen und gleichzeitig Empfehlungen fördern.
Einschränkungen und zukünftige Forschung
Die Autoren verweisen darauf, dass die Befragung auf einen einzelnen Standort beschränkt ist und empfehlen, weitere Untersuchungen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten durchzuführen, um die Generalisierbarkeit der Ergebnisse zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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