USA: Analyse der Rehabilitation von behinderten Kindern und Jugendlichen
Eine Untersuchung von 399 befragten Personen unter 19 Jahren, basierend auf der Nationalen Befragung zu Menschen mit Behinderungen 2023, ergab, dass die Hälfte (50,0 %) keiner medizinischen Rehabilitation in einer Einrichtung nachging, 31,5 % regional versorgt wurde und 18,6 % außerhalb der eigenen Region Leistungen in Anspruch nahm. Unter den Rehabilitationsnutzer*innen berichteten 37,1 % von einer Auswärtspflege.
Studienziel und Datengrundlage
Der Autor nutzte einen zweistufigen Zugangsrahmen, um den Eintritt in medizinische Rehabilitationsinstitutionen von der späteren Nutzung außerhalb der Region zu unterscheiden. Die Analyse stützte sich auf öffentlich verfügbare Daten der genannten Befragung, wobei die Stichprobe auf Personen unter 19 Jahren beschränkt wurde (Gewichtete nationale Schätzung: 88 611).
Methodik
Gewichtete deskriptive Statistiken und modifizierte Poisson‑Regressionen mit robusten Standardfehlern wurden eingesetzt, um Prävalenz‑Ratios (PR) und 95‑Prozent‑Konfidenzintervalle (KI) zu berechnen.
Ergebnisse: Nutzung von Rehabilitation
In der ersten Stufe zeigte sich, dass Personen mit nicht‑entwicklungsbedingten Behinderungen eine höhere Wahrscheinlichkeit zur Inanspruchnahme von Rehabilitation hatten (PR = 1,61; 95 % KI = 1,28–2,03). Im Gegensatz dazu war der Wohnort in einem Eup‑/Myeon‑Gebiet mit geringerer Nutzung verbunden (PR = 0,66; 95 % KI = 0,46–0,94).
Ergebnisse: Auswärtige Nutzung
In der zweiten Stufe war der Wohnsitz in einer Provinz mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Auswärtspflege verknüpft (PR = 2,13; 95 % KI = 1,38–3,27). Nicht‑entwicklungsbedingte Behinderungen erhöhten ebenfalls die Chance für Auswärtspflege (PR = 1,74; 95 % KI = 1,13–2,69), während männliche Personen seltener außerhalb ihrer Region behandelt wurden (PR = 0,62; 95 % KI = 0,42–0,92).
Gründe für Nicht‑ und Auswärtige Nutzung
Der häufigste Grund für die Nicht‑Inanspruchnahme war die Nutzung nicht‑medizinischer Einrichtungen (27,4 %). Für die Auswärtspflege wurden bessere Behandlungsmöglichkeiten und das Fehlen nahegelegener medizinischer Einrichtungen als Hauptgründe genannt.
Implikationen für die Versorgung
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sowohl Nicht‑Nutzung als auch Auswärtspflege Herausforderungen für die pädiatrische medizinische Rehabilitation darstellen. Sie legen nahe, dass lokale Unterstützungsangebote, ein Ausbau regionaler Kapazitäten und eine bessere Integration sektorenübergreifender Dienste erforderlich sind.
Einschränkungen der Studie
Da es sich um eine Querschnittsanalyse handelt, können kausale Zusammenhänge nicht eindeutig nachgewiesen werden. Zudem beruhen die Ergebnisse auf Selbstauskünften der Befragten, was zu Verzerrungen führen kann.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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