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Studie analysiert Ursachen und Merkmale des Green‑Spot‑Störungsbildes bei WA‑38‑Äpfeln
AI GENERATED 19.08.2026 23:40 Wissenschaft und Forschung

Studie analysiert Ursachen und Merkmale des Green‑Spot‑Störungsbildes bei WA‑38‑Äpfeln

Hintergrund und ZielsetzungEin Forscherteam untersuchte das Auftreten und die Eigenschaften des Green‑Spot‑Störungsbildes (GS) bei der Apfelsorte WA 38, um zu klären, welche Hautveränderungen mit dem Phänomen verbunden sind und…

Hintergrund und Zielsetzung

Ein Forscherteam untersuchte das Auftreten und die Eigenschaften des Green‑Spot‑Störungsbildes (GS) bei der Apfelsorte WA 38, um zu klären, welche Hautveränderungen mit dem Phänomen verbunden sind und ob diese Ursache oder Folge der Störung darstellen. Die Untersuchung erfolgte in einem kontrollierten Anbau‑ und Lagerungsumfeld.

Symptomverlauf

Erste sichtbare Anzeichen – grüne Halos um die Lentikeln – traten 47 Tage nach Vollblüte (DAFB) auf (GHL‑Stadium). Mit Beginn der Rotfärbung verdunkelten sich die Halos (GHGS‑Stadium). Bis zum 96. DAFB entwickelten sich die GS‑Symptome zu braunen, in die Haut einsinkenden Bereichen (BHL‑Stadium). Erste makroskopische Risse wurden bei 133 DAFB beobachtet.

Verteilung und Häufigkeit

Die Analyse ergab, dass 92,5 % der GS‑Fälle mit Lentikeln assoziiert waren. Die Häufigkeit nahm vom proximalen Stängelende zum distalen Kalbenende ab. Ein signifikanter Zusammenhang bestand zwischen Fruchtgröße und Auftreten von GHGS‑ bzw. BHL‑Symptomen (r² = 0,36***, n = 66). Bei mit Beuteln geschützten Früchten trat kein GS auf.

Mikroskopische Befunde

Dünnschnitte der Haut in GHGS‑Bereichen zeigten koaguliertes, bräunliches Cytoplasma und positive Ligninfärbung. Epidermalzellen waren kleiner, während die Cuticularrippen dicker waren als in asymptomatischen Bereichen. Die Häufigkeit von Rissen an Lentikeln stieg von intakten, asymptomatischen Lentikeln (OKL) bis zum finalen BHL‑Stadium stark an.

Mechanische Eigenschaften der Haut

Messungen der Hautspannung ergaben die höchsten Werte für die GHGS‑ und BHL‑Stadien, während beutelte WA‑38‑Früchte (BL) die niedrigste Spannung aufwiesen. Cuticle‑ und Wachsmasse pro Flächeneinheit waren innerhalb von GS‑Bereichen höher als außerhalb. Bei Wachs‑Extraktion zeigte das Cuticulat aus GS‑Bereichen die größte Dehnungsrelaxation, während bei mechanischer Isolation kaum Relaxation beobachtet wurde.

Transpiration und Stoffwechsel

Durchlässigkeit für Wasser war bei Hautsegmenten mit GHGS‑Symptomen signifikant höher als bei Segmenten mit intakten Lentikeln (OKL). Diese erhöhte Transpiration deutet auf eine gestörte Barrierefunktion der Haut hin.

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Hautmerkmale innerhalb eines GS‑Bereichs einer stark beanspruchten Fruchtoberfläche entsprechen, bei der die Dehnung aus einer lokal begrenzten Einschränkung des Oberflächenwachstums resultiert. Die Studie schlussfolgert, dass die beobachteten Hautveränderungen eher als Konsequenz und nicht als Ursache des Green‑Spot‑Störungsbildes zu bewerten sind.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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