Eine qualitative Untersuchung hat im September und Oktober 2025 das Leben von 18 Bewohnern im Alter von 15 bis 45 Jahren im Khulna Railway Slum in Bangladesch analysiert. Zusätzlich wurden fünf Schlüsselinterviews mit lokalen Akteuren geführt, um die alltäglichen Herausforderungen im Umgang mit Menstruation zu erfassen.
Studienüberblick
Die Forschung richtet sich auf die alltäglichen Praktiken von Bewohnern in informellen Siedlungen und beleuchtet, wie infrastrukturelle und soziale Faktoren das Management von Menstruation beeinflussen.
Methodik
Geführt nach einem feministischen politischen Ökologie‑Rahmen, kombinierte das Projekt induktive und deduktive Themenanalyse. Die Datenerhebung erfolgte durch tiefgehende Interviews, die anschließend anhand vordefinierter Konzepte sowie emergender Codes ausgewertet wurden.
Infrastrukturelle Barrieren
Die Analyse zeigte, dass unzureichende WASH‑Einrichtungen, mangelhafte Abfallentsorgung und das Fehlen erschwinglicher Menstruationsprodukte die sichere und würdevolle Durchführung von Hygienemaßnahmen stark einschränken.
Soziale Stigmatisierung
Lokale Tabus und kulturelle Normen erzeugen Schamgefühle, führen zu sozialer Ausgrenzung und fördern das Schweigen über das Thema, wodurch Aufklärung und Unterstützung erschwert werden.
Ressourcengleichheit
Ungleichheiten im Zugang zu Ressourcen, insbesondere für jugendliche Bewohner, beschränken die Autonomie und das Selbstbestimmungsrecht, was die bereits bestehenden strukturellen Hürden weiter verstärkt.
Schlussfolgerungen
Die Studie unterstreicht, dass Menstruationserfahrungen durch ein Zusammenspiel aus infrastrukturellen Defiziten, kulturellen Stigmata und ungleichen Ressourcenzugängen geprägt sind. Sie fordert integrative Maßnahmen zur Verbesserung von WASH‑Diensten und zur Förderung von Gleichberechtigung in informellen städtischen Kontexten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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